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Die Eisenerze.
welche ein ausgedehntes, schon sehr weit abgebautes Lager von wenigenZollen Mächtigkeit bilden. Diese Werke gehören zum grossen Theil derFranzensthaler-Gewerkschaft, welche 1860 über 14,000 Centner förderte.
3) Die Eisenerze von Reichenau, wo der ausgedehnte Spatheisenzugder Alpen beginnt, welcher sich bis Schwatz in Tirol auf eine Länge von40 Meilen verfolgen lässt. Die Erze finden sich in den obersten Schich-ten der Grauwackenformation, in welchen sie, linsenförmige Massen oderStöcke bildend, meist der Gebirgsschichtung parallel eingelagert, seltensie gangförmig durchsetzend Vorkommen. Das Lager ist bei Grillenberg1 bis 2, bei Altenberg 4, bei Kleinau 30 Klafter mächtig. Die Förde-rung betrug 1860 gegen 38,500 Centner.
2. Salzburg.
Die reichen Spatheisensteinlager von Salzburg treten in der Grau-wackenformation auf und bilden eine Fortsetzung der Steierischen Erz-lagerstätten. Hauer unterscheidet zwei Gruppen:
1) Die Eisensteine von Dienten und Flachau, welche mit eisenschüs-
sigen Dolomiten Vorkommen und mit diesen linsenförmige Einlagerungenin den Schiefern bilden, meist wenige Fuss Mächtigkeit und ein durch-schnittliches Aushalten von 20 bis 50 Klafter haben. Durch Ueberein-anderlagerung erreicht die ganze Erzführung zuweilen eine Mächtigkeitvon 20 bis 30 Klaftern. .
Sie werden besonders am hohen Priel, auf der Penkerötz, am Thurm-berge, am Buchstein; bei der Nagelschmiede, in der Sommerhalte, amKollmannsegg, auf der Korbachalpe, am Buchberg und bei Bischofhofengrösstentheils mittelst Tagebauen gewonnen.
2) Die Eisensteine von Werfen, welche am Flachenberge oder Win-terauwaldberge und am Windisberge auftreten und der Formation desBuntensandsteins, welche die Grauwackenformation überlagert, angehören.Die Eisensteine bilden mehrere Lager von 1 bis zu 4 Klaftern reichenderMächtigkeit, welche durch taube Zwischenkeile von Dolomitbreccien undSchiefern getrennt sind. Die ganze Erzlagerstätte erreicht zuweilen eineMächtigkeit bis zu 20 Klaftern. Der Eisengehalt ist im Durchschnittnur 24 bis 25 Proc.
3. Tirol.
Die Eisenerze von Tirol gehören meist den krystallinischen Schie-fern an.
Es finden sich sehr reiche (bis 60 und 65 procenthaltige) Magnet-eisensteine im krystallinischen, dem Glimmerschiefer eingelagertenKalke bei Ossana im Sulzbergthale und ebenso im Chloritschiefer beiFrossnitz. Brauneisensteine finden sich in mächtigem Lager beiLevico am Montefronte. Spatheisensteino treten im Thonschiefer amGebraberge bei Pillersee in drei Lagern von 1 Fuss bis 5 Klaftern Mäch-tigkeit auf, dann im Thonglimmerschiefer bei Schwatz in der Fortsetzung