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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Eisenerze.

Tabelle III. Spatheisenstein.

i.

Eisenoxydul.

46,6

Kohlensäure.

29,7

Wasser (hydratisches) .....

10,2

Kieselsäure.

2,5 1

Zinkoxyd .

11,0

1 Quarz und lösliche Kieselsäure.

1. Von Angleur (Lüttig), Farbe grau in Stücken, gelbbraun im Pulver;brauste nur beim Erwärmen mit Säuren auf. Analysirt von Montefiore (Va-lerius, Traite, p. 156).

c. Statistik.

Belgien producirt jährlich circa 6 Millionen Centner Roheisen. Dadie Erze in der Gattirung durchschnittlich 22 Proc. Roheisen geben, sokann die Eisenerzförderung auf 27 Millionen Zollcentner geschätztwerden.

VI. Schweden und Norwegen,

a. Vorkommen.

Die skandinavische Halbinsel ist reich an vorzüglichen Eisensteinen,welche wesentlich in drei Formen auftreten, nämlich erstens als oft sehrmanganreiche (6 bis 10 Proc.) Magneteisensteine in den krystallinischenGesteinen, wie Quarzit (Hälleflinta), Granit, Gneiss, Glimmerschieferu. s. w. zusammen mit Quarz, Granat, Epidot, Hornblende, Augit, Kalkspathu. s. w. Quarz ist nur in einzelnen Fällen so überwiegend, dass die Erzebeim Verschmelzen eines Kalkzuschlags bedürfen; Phosphor ist selten inmerklichen Mengen vorhanden; Schwefelkies kommt gelegentlich, selbstin den besten Erzen (z. B. zu Dannemora) vor.

Zweitens erscheinen die Eisenerze als Rotlieisenstein und zwar inder Form von hartem und dichtem Eisenglanz auf Gängen in Quarzitund Granitgesteinen. Kieselsäure wiegt in der Gangart meist vor.

Drittens finden sich Braun- oder Gelbeisenerze jüngster Bildung aufdem Boden der Landseen (Seeerze) und in Morästen (Raseneisenerze).

1. Lappland).

Die nördlichsten Gebirge der skandinavischen Halbinsel, welchetheils zu Norwegen, theils zu Schweden gehören, enthalten hervorragende

*) Cotta, Erzlagerstätten S. 508 u. f.