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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Schweden und Norwegen.

Lagerstätten von Magneteisenstein, von denen das von Gellivara an derLina-Elf im Gebiete der Tornea und Lulea - Lappmark in Schweden, woein ganzer Berg von Magneteisenstein ist, den ersten Rang einnimmt.Aehnlich sind die gleichfalls Schweden angehörigen Vorkommnisse vonKierunavara und Luosanavara. Es sind sämmtlich Stöcke in den kry-stallinischen Schiefern.

2. Magneteisenerzzone von Arendal in Norwegen.

Die krystallinischen Schiefer der Umgegend von Arendal im BezirkeNedenäs, welche vorherrschend aus Gneiss bestehen, enthalten in einerlangen, der Küste parallelen Zone zwischen Oyestad und Flackstad einegrosse Zahl stockförmiger Magneteisenerzeinlagerungen von unregel-mässig linsenförmiger Gestalt, oft mit Verzweigungen in das Neben-gestein. Die Mächtigkeit der Stöcke wechselt gewöhnlich zwischen 6und 25 Fuss, steigt aber zuweilen auch darüber. Die Länge ist sehrverschieden, einzelne Stöcke sind schon bis zu 700 Fuss abgebaut. DerKern dieser Lagerstätten zeigt meist das reinste Erz und ist von einerContacthülle oder Binde umgeben. Gänge granitischer und kalkiger Ge-steine durchsetzen oft die Massen ').

3. Gebiet von Dalarne und Westmanland in Schweden.

Das Gebiet, welches vorzüglich durch die reichen Kupfererzlager-stätten von Falun ausgezeichnet ist, führt auch gang- und stockförmigeMagneteisenerze in den krystallinischen Schiefern, besonders im Gneiss,unter denen die von Bispberg bei Säter in Dalekarlia, Norberg in West-manland hervorgehoben zu werden verdienen. Nora, nicht weit vonÖrebro, wo Felsit- und Glimmerschiefer in körnigem Kalkstein und Do-lomit die Hauptgesteine bilden, schliesst sich hier mit seinen Magnet-und Eisenglanzlagerstätten an 2 ).

4. Gebiet von Wermland.

Dies Gebiet, welches aus granitartigem, oft in Glimmer-, Horn-blende- und Chloritschiefer übergehenden Gneiss besteht, enthält theilsMagneteisensteinlagerstätten, welche den Schiefern parallel eingelagertsind und von mannigfachen Mineralien und Erzen begleitet werden,theils Rotheisensteingänge 3 ).

Erstere werden besonders bei Presberg, Age Nordmarke, Taberg,Längbanshyttan und Garsberg in der Umgegend von Philipstad, letzterebei Carlstad ausgebeutet.

*) Cotta, S. 518. 2 ) Cotta, S. 509. 3 ) Cotta, S. 530.Percy, Metallurgie. II.