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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Eisenerze.

5. Dannemora.

Ganz getrennt von den vorher beschriebenen, mehr der Mitte Schwe-dens angehörigen Lagerstätten liegt in Upland das berühmte Magnet-eisenerzvorkommen von Dannemora. Der Magneteisenstein bildet hiereinzelne linsenförmige Massen von verschiedener Grösse, welche theils aneinander gereiht, theils unter einander mehr oder weniger parallel liegenund so zusammen eine Art Stock bilden, im Einzelnen aber dem Streichender Schichten folgen. Das umgebende Gestein ist Felsitschiefer (Hälle-flinta), Kalkstein und Chloritschiefer. Der Tagebau auf dieser Lager-stätte hat bereits mehr als 400 Fuss Tiefe erreicht und die Mächtigkeitder Hauptlinse beträgt in ihrer Mitte 180 Fuss. Der feinkörnige Eisen-stein enthält im Inneren nur wenig Chlorit, Kalkspath und Braunspath,am Ausgehenden und an den Grenzen auch Schwefel- und Kupferkies,Blende, Bleiglanz, Arsenkies, Granat, Quarz u. s. w. >)

6. Die Insel Utö.

Die krystallinisehen Schiefer der Insel Utö, welche zu Södermanlandgehört, enthalten stockförmige Einlagerungen von Magneteisenstein,welche bis zu 20 Lachter Mächtigkeit erreichen. Das feinkörnige Magnet-eisenerz ist innig mit Eisenglanz gemengt 2 ).

7. Der Taberg bei Jönköping

in Smäland, welcher sich als freistehender Kegel etwa 400 Fuss über denihn umgebenden Gneiss erhebt, besteht an seinem Abhange gegen denMansarpafluss vorherrschend aus Magneteisenstein, welcher mit Horn-blende und Feldspath gemengt ist; das Nebengestein ist Grünstein.Schwache Kalkspath- und Dolomitgänge durchsetzen die Bergmasse nachverschiedenen Richtungen.

8. Die See- und Morasterze.

Eine sehr eigenthümliche Art von Erzen sind die auf dem Bodenvieler in Smäland, Gottland und Wermeland abgelagerten Seeerze, welchein kleinen gerundeten, mehr oder weniger abgeplatteten Körnern meistvon der Grösse einer Linse bis zu der einer Bohne, zuweilen geringerer,selten bedeutenderer Grösse bestehen und zur Benutzung heraufgefischtwerden. Sie bilden sich gegenwärtig noch fort und ergänzen so in ge-wissen Zeiträumen das Geförderte wieder.

') Cotta, S. 531. 2 ) Cotta, S. 536.