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Die Eisenerze.
Fig. 13.
(Grog) geben das MaterialJfürD) 1 .) Dutzend Tiegel mit 2 Dutzend Deckelnab. Die Thonabfälle werden zur Darstellung von Deckeln benutzt.
Die zu Berlin verwendeten Tiegel werden fertiggebrannt durch die Firma Warmbrunn, Quilitz u. Co.daselbst bezogen. Ihre Dimensionen sind aus neben-1 stehender Figur 13 in halber natürlicher Grösse zuersehen.
Zum Auskleiden der Tiegel bedient man sich inLondon einer Mischung von 4 Gewichtstheilen IIolz-kohlenpulver und 1 Gewichtstheil Syrup, und eineMischung von etwa 400 Gramm Holzkohle und 100Gramm Syrup reicht für 48 Tiegel aus. Diese Mi-schung wird nach Zuführung von etwas Wasser mitdem Pistill im Mörser durchgearbeitet, bis sie freivon Klumpen ist und zusammenhängt, wenn man siemit den Fingern ballt.
In Berlin wird die durch ein Haarsieb gesiebte Holzkohle mit ge-samtem Gummiarabicum-Wasser von der Stärke, dass es zwischen die Fin-gerkuppen genommen diese leicht zusammenklebt, angerührt und durch-gearbeitet, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Masse mussleicht ballen, aber an die Hand keine Feuchtigkeit abgeben.
In Schweden pflegt man das Holzkohlenpulver nur mit Wasser an-zumachen.
Die auf die eine oder andere Weise hergestellte Masse wird inden Tiegel eingedrückt, so dass sie ihn ganz füllt, und dann der Hohl-raum durch ein Bronce- oder Messingpistill, welches man zweckmässigmit Oel einschmiert, eingedrückt. Es kommt, um eine gute und glatteInnenfläche zu erhalten, darauf an, das Pistill senkrecht und mit sanfterDrehung einzudrücken, und ebenso herauszuziehen, ohne im entgegen-gesetzten Sinne zu drehen. Während das Pistill auf die richtige Grösse desInnenraumes bemessen sein muss, giebt der pfeifende Ton am Ende desEindrückens das Kennzeichen für die richtige Zusammenpressung der Kohle.
Einen misslungenen Tiegel wolle man nicht zu repariren versuchen,sondern lieber die eingedrückte Kohlenmasse entfernen und durch frischeersetzen, da die ausgebesserten Stellen beim nachherigen Schmelzen ge-wöhnlich Anlass zum Eindringen der flüssigen Massen geben.
Die gefütterten Tiegel werden mit den Deckeln bedeckt und dannzum Trocknen in eine rothglühende Muffel oder an einen anderen Ort vondieser Temperatur gestellt. Hatte man die Masse mit Syrup angemacht, somuss vor dem Herausnehmen die Flamme, welche sich anfänglich amKande zeigt, verschwunden sein. Ist der Tiegel abgekühlt, so untersuchtman das Kohlenfutter; es muss fest, dicht, glatt und frei von Sprüngen sein.
Zuweilen wird die obere Oeffnung nach der Beschickung mit einemHolzkohlenpfropfen geschlossen, welcher leicht aus einem gewöhnlichen