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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Trockene Probe.

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hilft man sich zweckmässig durch Vorproben, die man bei verschiedenerBeschickung zu gleicher Zeit schmilzt und nach deren Ausfall man dannerst die eigentliche Beschickung wählt.

Für diese Vorproben empfehlen sich folgende Verhältnisse:

1. 2. 3.

Gewichtstheile

Glas.4 2V 2 1

Kalk.1V 2 2 V 2 4

Es lassen sich auch hierfür zweckmässig Mischungen von Thon undKalk anwenden.

Die folgende Uebersiclit giebt nun die durch die Praxis bewährtenVerhältnisse der Zuschläge für verschiedenartige Erze. Die Zahlen gebenstets die Menge an, welche auf 10 Gewichtseinheiten des Erzes genommenwerden müssen.

1) Von Gangarten freie oder fast freie Erze, z. B. manche Arten Mag-neteisenstein, rothe und braune Glasköpfe, Eisenglanz und Eisenglimmer,hierhin gehört auch von Hüttenproducten: Hammerschlag und Walzsinter:

1) Glas .... 2% bis 2 2) Sand.1 bis 0

Kalk .... 2% bis 3 Porzellanerde . 2

Kalk.2V 2 .

3) Hohofenschlaeke . . 5 4) Flussspath.6.

Oder nach Kerl 1 ):

5) Kreide.1

Flussspath.1

Thon.lVa bis 2.

2) Erze mit vorwaltend quarziger Gangart, besonders viele Arten vonBraun- und Rotheisenstein, ferner von Hüttenproducten: Feinfeuer- undRohschlacken:

1) Glas.1 2) Porzellanthon.2

Kalk.4 Kalk . . ..4.

Oder nach Kerl für kieselige Erze:

3) Kreide.2

Flussspath.2%

Thon.. Vg,

bei armen Erzen:

4) Kreide.2

Flussspath.3% bis 4

Thon . 7 /io Ws 8 /io>

und für Eisensilicate (Frischschlacken):

5) Kreide.1% bis 2

Flussspath.lVa bis 2

Thon.V 2 .

') Hüttenk. III, S. 100.