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Die Eisenerze.
3) Erze mit vorwaltendem Gehalt an kohlensaurem Kalk, kohlensau-rer Magnesia, Manganoxydul und ähnlichen basischen Ilestandtheilen. Da-hin gehören besonders kalkhaltige Rotheisensteine, Spatheisensteine u. s. w.
1) Glas.4 bis 3 2) Sand.1
Kalk.iy 3 bis 2 Porzellanthon . • 2
Kalk. lVa»
oder nach Kerl für kalkige Eisenerze:
3) Thon.1 bis iy 2
Quarz.2 bis 4,
bei gleichzeitigem Magnesiagehalt noch 1 Theil Kreide mehr.
4) Erze mit Kieselsäure und Thonerde, vorzüglich Thoneisensteine.
1) Glas.2V 2 bis 0 2) Porzellanthon . . 0 bis 2
Kalk.2V 2 bis 3 Kalk.2 bis 3
3) Kreide.2 bis 2%
Flussspath.2 bis 2Y 2
bei armen Erzen auch bis 3 oder 4.
Nach Kerl 1 ) giebt man folgende Beschickungen bei Anwendungvon Borax:
1) Für reine Erze mit nur wenig Erden:
Caleinirten Borax.2Y 2
Kreide.2Y 2
2) Für kalkige Erze:
Caleinirten Borax.3Y 2 bis 3
Kreide.1 bis iy 2 ,
in Pribram wendet man oft Borax allein an.
3) Für kieselige Erze:
Caleinirten Borax.1 bis lVa
Kreide.3Y 2 bis 3.
Für den Fall, dass man eine Möllerprobe machen, d. h. dass manuntersuchen will, ob die für den Hohofen gewählte Gattirung und Be-schickung der Eisenerze die richtige sei, wendet man gar keine weiterenZuschläge an, als die in der Möllerung für den Betrieb im Grossen ent-haltenen. Jedoch hat man, um wirklich richtige Resultate zu erlangen,auf den Aschengehalt des im Hohofen benutzten Brennmaterials Rück-sicht zu nehmen und nöthigen Falls die entsprechende Menge an Ascheder Probe beizufügen.
Bei Anwendung eines halben Probircentners muss man noch aufV* Pfund, d. h. also auf Procent genau abwägen und zwei Probendesselben Erzes nur als gelungen betrachten, wenn sie soweit überein-stimmen. Bei Anwendung grösserer Mengen von z. B. 2 Probircentneroder 7 bis 8 Gramm geht man beim Auswägen des Königs nicht unterganze Pfunde, also nicht unter */ 2 Procent.
J ) Allgemeine Hüttenkunde Bd. III, S. 101.