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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Asien.

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der jedesmaligen örtlich hergebrachten Gewohnheit. Am unteren Theildes Ofens befinden sich zwei Oeffnungen, eine vorn, etwa 1 Fuss hoch

Verticaler Durchschnitt nach a 6, Fig. 19.

Fig. 17.

Fig. Ifi.

Vorderansicht.

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und etwas geringer in Weite als der innere Ofenraum, durch welche,wenn das Schmelzen einer Charge vollendet ist, die erzeugte Masseschwammigen Eisens herausgezogen wird, und welche während desSehmelzens wohl verschmiert ist, nachdem die kleine konische Formam Boden derselben eingesetzt worden war. Diese Form ist gewöhnlichaus demselben Material wie der Ofen angefertigt, nämlich aus rothemthonigem Sand, welcher mit Hand in die erforderliche Gestalt gebrachtist, während zuweilen gar keine andere Form angewendet wird, alsein Klumpen feuchten Thones, mit einem Loche darin, in welches dieBambusdüsen, die mit den Balgen verbunden sind, gesteckt werden ').Die zweite Oeffnung ist kleiner und an einer Seite, rechtwinklig gegendie erste angebracht, grösstentheils unter der Oberfläche des Erdbodens,so dass sie eine Verbindung zwischen dem inneren Ofenboden undeinem kleinen Graben bildet, in welchen die Schlacke fliesst, wie man inFig. 17,18 und 19 (a. f. S.) (6) bemerkt. Die Schlacke sickert stetig durcheinen kleinen Haufen Holzkohle hindurch, da die Ofensohle etwas gegendiese Oeffnung geneigt ist, und erstarrt ausserhalb des Ofens zu blasigenKuchen, welche gelegentlich von dem Arbeiter mit einer Zange entferntwerden.

Der geneigte Trog auf der Rückseite des Ofens wird, wie bereitsoben bemerkt, nur sehr local angewendet. Er ist aus demselben Materialwie der Ofen hergestellt, welches in die passende Form geknetet und durcheine Lage von Bambuslatten auf einem hölzernen Rahmwerk unterstütztwird. Er dient zum Aufhäufen eines Kohlenvorrathes, welcher nach Be-darf in den Ofen gebracht wird.

*) Vergl. p. 16 des Report on Coal and Iron of Cuttaek.