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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Clienots Methode.

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Bei vollkommener Reduction hat der Eisenschwamm eine lichtgraueFarbe, ist weich und lässt sich leicht mit dem Messer in dünne Spähneschneiden. Er kann mit einem Streichholz angezündet werden, und brenntdann so lange fort, bis er ganz oxydirt ist. Das unvollkommen redu-cirte Erz hat eine schwarze Farbe und lässt sich weder schneiden nochan zünden.

Im Durchschnitt ist das specifische Gewicht eines gut hergestelltenSchwammes nicht über 1,25, schwankt aber natürlich nach der Art desErzes, der Reductionstemperatur und anderen Umständen. Unter einemDrucke von etwa 3000 Atmosphären wird der Schwamm zu '/ ö seiner ur-sprünglichen Masse redueirt. Während des Zusammenpressens entwickeltsich starke Hitze.

Die Benutzung des Eisenschwammes zur Erzeugung von Stahl wirdGegenstand der Behandlungen in dem Capitel über Stahl sein.

Wie menschlich übrigens Irren ist, beweist Grateaus Urtheilüber Chenots und Bessern ers Process, deren letzteren er als mitRecht gänzlich aufgegeben, deren erstcren er als den Anfang einerglänzenden Zukunft hinstellt. Er sagt:Chenots Process, die Fruchtfünfundzwanzigjähriger beharrlicher Untersuchungen und gegründet aufwahrhaft industrielle Grundlagen, bietet eine glückliche Vereinigungvon Wissenschaft und Praxis dar. Er wird eine Errungenschaft der Me-tallurgie bleiben, deren Gebiet er erweitert hat, während er der Technikeine neue Methode zur Darstellung gewöhnlichen Stahls guter Beschaffen-heit, dessen Verwendung alltäglich ausgedehnter wird, geliefert hat.Grateaus Prophezeiung hat sich sowohl in einer wie in der anderenBeziehung als irrthümlich herausgestellt. Chenots Methode ist so gutwie von der Erde verschwunden, Bessemers Methode breitet sich immermehr aus.

Bis jetzt ist die Modification der Methode beschrieben worden, welcheals diejenige mit äusserlicher oder indirecter Heizung bezeichnetzu werden pflegt, es giebt aber noch eine andere, die man diejenige mitinnerer oder directer Heizung nennt 1 ). Nach dieser letzteren wirddas Erz durch einen Strom heissen Kohlenoxydgases, nicht durch beige-mengte feste Kohle redueirt. Der Ofen besteht im Wesentlichen aus einerrechteckigen verticalen Kammer, mit einem darunterliegenden eisernenKühler, gerade wie der bereits beschriebene Apparat; im Uebrigen aberzei-gen beide bedeutende Abweichungen. Die Kammer ist hier nämlich mitzwei Kohlenoxydgas-Generatoren oder Gasfeuerungen gewöhnlicher Con-struetion verbunden, deren je einer an jeder Langseite steht und mit derReductionskammer sowohl in der Nähe des Bodens als über dem oberenTheile des Kühlers in Verbindung gesetzt ist. Als Brennmaterial wird

b Sowohl Einiges von dem bisher Mitgetheilten, als namentlich das Folgendeist den Mittheilungen Sandbergs zu verdanken, welcher über ChenotsProcessan die Eisenhüttenbehörde zu Stockholm im November 1862 Bericht erstattete.