I. Gruppe. Fische.
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3> Binne »Hering, den in den Strommünbungc», Buchten undBinncnwassern gefangenen.
Hinsichtlich der Länder, deren Einwohner sich mit der Heringsfischereibeschäftigen und mit ihrem Fang einen bedeutenden Handel treiben, unter-scheidet man:
1) Holländische Heringe, als die besten, weil aus diese sehr vielSorgfalt verwendet wird und ihre Zubereitung u. s. w. unter der Aufsichtvon Regierungsbcamten steht. Die hauptsächlichste Fischerei wird von denStädten Enkhuizen, de Ryp in Nordholland, zu Vlaardingen an der Maasund zu Maassluis betrieben.
2) Irländische, sind etwas geringer, als die holländischen; die vonDublin und Uarmouth werden wegen des guten Salzes, das man dazunimmt, besonders geschätzt, doch wird das Sortiren nicht ganz genau ge-nommen, weßhalb die Gebinde auch gewöhnlich etwas geringere Waare ent-halten. Auch Limmerik, Waterford, Galway u. s. w. liefern viele Heringenach dem südlichen Europa. Die Heringe vom letzten Fange sind übrigensimmer besser, als die von den vorhergehenden Fängen.
3i Schottische, sind unter allen die größten, das Fleisch aber isttrocken und der Geschmack nichts weniger als sein. Sie sind nicht gut ge-salzen, schlecht gepackt und die Tonnen sind aus schlechtem Holze gearbeitet.
4s Emdensche, kommen den holländischen fast ganz gleich, ebensoauch die
5> altonaer oder vlä mischen Heringe.
6» Bergensche oder norwegische, aus Drontheim u. s. w. DieseSorte würde ebenfalls gut seyn, da sie aber fast ebenso wie die schottischenbehandelt, auch in Gebinde von schlechtem Holz gepackt und dabei, sowiebeim Einsalzen wenig Sorgfalt und schlechtes Salz verwendet wird, so ste-hen sie, besonders im Geschmack, den holländischen sehr nach.
7) Dänische, find sehr klein und halten sich nicht lange; sie werdenhauptsächlich bei Aalborg und Rypen gefangen und stehen den holländischen,emdenschen, irländischen u. s. w. bei Weitem nach.
8) Schwedische, ebenfalls kleine, magere Heringe, die sich aber viel län-ger, als die vorigen halten; dieselben find, obgleich man sie jetzt mit mehr Sorg-falt behandelt, doch nicht so gut, als die holländischen, ostfriefischen und vlä-mischen. Der größte Theil geht nach dem Mittelmeer, der Ostsee und Ame-rika; auch werden viele zu Thran verwendet. Die Hauptplätze find Udde-