Der Wind.
61
iNachtlieile einer horizontalen Lage des Gebläseeylinders sind dieselben,
|iWelche bei Dampfgebläsen auftreten und dort erläutert werden sollen.
Dampfgebläse. Da die zweckmassigsten Geschwindigkeiten des4' Dampfkolbeus und des Gebläsekolbens wenig oder gar nicht ditteriren,
I hedarf es hei Dainpfgehläsen keiner Getriebeübei Setzung.
: Der Gebläsecylinder steht entweder oder er liegt und der a p -
j cylinder hat stets eine analoge Stellung.
Hauer i) stellt die Vortheile und Nachthede beider Einrichtungeni gegen einander, indem er sagt: . . •
„Bei stehender Anordnung wird, um den Gebläsecylinder m g -»ches Niveau mit der Kraftmaschine zu bringen, em Balancier ang
1 wandt, welcher für Condensations-Danrpfmaschinen zugleich das einfachsteMittel zur Bewegung der Luft- und Kaltwasserpumpe darbietet, hingegensaiumt zugehörigen Theilen die Anlage bedeutend ver euei .dessen kann das Gebläse über oder unter die Kraftmaschine gestelltder Balancier weggelassen werden. Dabei ergiebt sich eine Ausdeh-nung des Baues in die Höhe, welche eine kostspielige Funduung eid «t. In beiden Fällen wirken die Gewichte der Kolben, Kolbenstangennnd Schubstangen beim Aufgange bindernd, heim Niedergange foidern»nd müssen nach Umständen ausgeglichen werden.“
. . „Bei liegender Anordnung ist der Balancier erspart, es befinden
; ß hdi sämmtliche Maschinentheile nahe dem Boden, was nicht nur die u - ^! sieht und Wartung erleichtert, sondern auch die Fundirung vereinfacht;j die oben erwähnte Gewichtsausgleichung fällt weg. Der wesentlichste| Einwurf gegen liegende Gebläse ist, dass die Liderung an der UnterseiteKolbens schneller zu Grunde geht und der Cylinder mehr abgenutztwird . indem sich die Kolbenstange unter der Last des Kolbens biegt,Bient zum Betriebe eine horizontale Dampfmaschine, so leidet diese angleichen Nachtheilen, jedoch in geringerem Maasse, weil das Gewicht ^ esBampfkolhens kleiner ist. Als Mittel dagegen sind hervorzuheben: Eined wke, hohle Kolbenstange, deren Einbiegung mithin gering ist; Führung( iev Kolbenstange durch beide Cylinderdeckel, so dass sie an zwei Bwoteu gestützt wird; endlich eine besondere Unterstützung der KolbenStangenenden durch Rollen oder stellbare Lager, welche sich aussei demZylinder befinden. Eine vollkommene Abhülfe gewähren alle diese Mitte»wbt; auch sind die zu überwindenden Reibungen bei liegenden Gebläsenetwas grösser. Aus diesen Gründen wählt man in der Neuzeit wiederdie stehende Anordnung.“
Dampfgebläse mit stehenden Cylindern. Gebläse- und Dampfcylinder solcher Maschinen stehen, wie sich aus dem Gesagten ergie >entweder neben- oder übereinander. Es ist bereits darauf hingedeu e ,dass im erstereu Falle ein die Anlagekosten verteuernder Balancier an-
B Op- cit. S. 90 u. 91.