Die Gase des Hochofens.
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2. Die Gase des Hochofens.
Nachdem im vorigen Capitel die Veränderungen besprochen wordens 'nd, welche die atmosphärische Luft bei ihrem Eintritt in das Gestelldes Hochofens erleidet, wenden wir uns nun zur Untersuchung der Ver-änderungen, welche die durch die Verbrennung erzeugten Gase bei ihren)■Kufsteigen bis zur Gicht erfahren.
Da die vor den Formen und in deren Nähe erzeugten Gase, welchena Wesentlichen aus den Verbindungen des Sauerstoffs der Luft mitKohlenstoff im Gemenge mit dem Stickstoff der Luft bestehen, bis zuihrem Entweichen aus der Gicht des Hochofens in keine Berührung mit^aderen auf sie einwirkenden Stoffen als den niedersinkenden Schmelz-end Brennmaterialien kommen, so ist klar, dass alle Veränderungen,Welche sie erleiden, nur von den letzteren ausgehen können und dass dieKenntniss von der Zusammensetzung der Gase an den verschiedenenTheilen des Hochofens zur Kenntniss der Veränderungen führt, welcherdie festen Materialien bei ihrem Niedersinken unterliegen. Es ist daherein grosses Verdienst, welches sich mehrere Chemiker und HüttenleuteUm die Theorie des Hochofenprocesses erworben haben, dass sie directeUntersuchungen der Gase in verschiedenen Tiefen des Hochofens Vor-nahmen. Diese Untersuchungen sind indessen mit so vielen Schwierig-keiten verknüpft, dass es nicht auffallen kann, wenn ihnen häufig man-cherlei Unvollkommenheiten anhaften. Es wird daher nach der Mitthei-tang der bisher in dieser Dichtung ausgeführten Arbeiten eine kritischeBeleuchtung der Resultate nothwendig.
Wenn auch die chemische Zusammensetzung der Hochofengase dennichtigsten Theil des vorliegenden Abschnittes bildet, so ist doch auchKeren physikalische Beschaffenheit, namentlich die Pressung, unter welchers ie sich befinden, und welche bezüglich des untersten Theils des Ofensbereits ein Gegenstand des vorhergehenden Capitels war (Seite 191), sowie*hre Temperatur von Interesse.
Es wird sich zeigen, dass die aus der Gicht entweichenden, daher fürKen Hochofenprocess selbst nicht mehr nutzbaren Gase (die Gichtgase)e inen bedeutenden Theil brennbarer Bestandtheile enthalten und ausser-halb des Ofens zur Erzeugung hoher Temperaturen für verschiedeneZwecke verwendet werden können. Demgemäss sind auch die Apparate*U Betracht zu ziehen, vermittelst deren man diese nutzbaren Gaseauffängt, fortleitet, reinigt und verbrennt.
Die chemische Zusammensetzung der Gase.
Es sind die Gase mehrerer Hochöfen in Deutschland, Oesterreich,Schweden, Norwegen, Frankreich und England chemisch untersucht wor-