74
Der Hocliofenpi'ocess.
Hieraus ergiebt sich die Totalpressung der Luft am Ende der Roh"renleitung:
P 2 = 1\ — r (vergl. S. 67),oder der Ueberdruck über den der Atmosphäre :
= p — r'.
Anw
zeug
Inhs
hat,
Die Eölirenleitungen bestehen aus genietetem Schmiedeisen oder a® 8Gusseisen. Die einzelnen Stücke werden durch Flanschen oder Muff 611verbunden und gut gedichtet®). Man führt die Windleitung entwed®*unterhalb der Ilüttensolde oder in mehr als Manneshöhe über derselbe®zum Ofen. Das Anbringen derselben unter der Erde erspart zwar Rau» * 1 'ist aber nachtheilig hinsichtlich der Beaufsichtigung. Auf den Hütte®'werken legt man meistens zu wenig Werth auf eine gute Controle d® 1 'Röhren und ihrer Verbindungen, weil man weder an die Kosten denktwelche jeder vergeblich erzeugte Cubikfuss Wind verursacht, noch an de®Nachtheil, den jeder zu wenig in den Ofen gelangende Cubikfuss Wh^für die Production hat 2 ).
c. Winderhitzung.
auf
nicl
{dir
sun
üui
bis
bei
ücl
die
so
Da
hä:
ab
Der Wind geht, bevor er in den Hochofen tritt, in den meisten Fäl"len erst durch einen Erhitzungsapparat, in welchem er Wärme aus de®Wandungen eiserner Röhren oder aus den feuerfesten Steinen von Kannmern aufnimmt. Diese wärmeabgebenden Röhren oder Steine werde®ihrerseits gewöhnlich durch das Verbrennen der Gichtgase, seltener durcheine besondere Feuerung oder die Gase von Verkokungsöfen erhitzt. De®Vortlieil des erhitzten Windes ( hot-lilast ) in Beziehung auf die Meng®des erzeugten Eisens ist so anerkannt, dass man nur, wo man eine gan®besondere Qualität Eisen erhalten will, noch kalten Wind „(cold-blasi)anwendet.
Schon im Jahre 1799 hatte der Admiralitätsphysicus Seddler auf"merksam gemacht, dass durch Erhitzung des Sauerstoffgases bei Anwen*düng des Lötlirohrs ein bedeutend höherer Hitzegrad erreicht werde®könne, ohne dass man jedoch diesen Gegenstand mit Bezug auf di®Technik weiter verfolgte 8 ). 1822 machte Leuchs in seinem Handbuch®für Fabrikanten 4 ) den Vorschlag, die zu den Schmelzöfen verwendete Ge'bläseluft zu erwärmen; doch auch ihm wurde keine weitere Aufmerksam'keit zu Theil 5 ).
Im Jahre 1828 wurde James Beaumont Neilson, dem Tech'niker der Gasanstalt zu Glasgow, ein Patent ertheilt auf „die verbessert®
! ) Ueber Dichtungsmateriaüen sehe man Kerl, Hüttenk. I, S. 654. —■ 2 ) E äkosten z. B. in Gleiwitz (Oberschlesien) nach Mittheilnngen des Herrn Hütten'meisters Wiebmer daselbst 1000 Cubikfuss Wind bis zu den Erhitzungsapparaten1,094 Pfennige (siehe Capitel über die Kosten des Windes). — s ) Nicholson’ sJournal of physic. Sciences. Vol. 2. — d ) Bd. 8, S. 388. — 6 ) Scheerer, Metall
I, S. 476.
er:
R<
se :
gi
E
gi
11
le
F
81
d
I
f
1
s
c
8
I