Der Wind.
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k. Wirkungsweise des Windes im Hochofen.
Nachdem die Apparate zur Erzeugung und Fortführung des Win-des bis in den Ofen betrachtet worden sind , kommen wir zur Unter-suchung über die Wirksamkeit des Windes beim Hochofenprocess. Esw ird dabei die Wirksamkeit des Windes im Allgemeinen, im kalten und'ui erhitzten Zustande ins Auge zu fassen sein und das folgende CapitelIs t daher als eine Fortsetzung der Untersuchungen, welche auf Seite 77U- f. begonnen worden sind, zu betrachten.
1. Wirkungsweise des Windes im Allgemeinen.
Der Wind, welcher in den Hochofen eingeblasen wird, hat denZweck, das in dem Theile des Ofens, in welchen er einströmt, befindlicheBrennmaterial zu verbrennen. Gewöhnlich giebt man im Hochofen alsBrennmaterial Koks oder Holzkohlen, seltener rohe Steinkohlen oderBolz auf. Es ist indessen gleichgültig, ob man rohe oder verkohlteBrennstoffe angewendet hat, denn in der Gegend der Form sind auch er-stere in den verkohlten Zustand übergegangen und enthalten daher imWesentlichen ausser den Aschenbestandtheilen, welche uns für jetzt nichtWeiter interessiren, nur Kohlenstoff. Wenn Luft mit einem etwa 300°heissen Kohlenstoff (die Temperatur des vor die Formen gelangendenBrennmaterials im Hochofen übersteigt stets diese Temperatur) in Berüh-rung kommt, so verbrennt der Kohlenstoff unter Aufnahme von 2 Aequi-v alenten Sauerstoff und Abgabe der erzeugten Hitze an die erzeugteBohlensäure und denjenigen Stickstoff, welcher in der atmosphärischenLuft mit der im Hochofen verzehrten Sauerstoffmenge gemischt war.^Venn die erzeugte Kohlensäure indessen in Berührung mit glühendenBohlen kommt, was im Hochofen ebenfalls stets der Fall ist, so wirdSle , sobald kein freier Sauerstoff mehr vorhanden ist, durch Aufnahmev °n Kohlenstoff in Kohlenoxydgas umgewandelt. Das Kohlenoxyd iste 'D nicht mehr reducirbares Gas und muss daher in Gemeinschaft mit^ er Gesammtmenge des Stickstoffs unverändert aufwärts steigen, bis esStoffe findet, die eine abermalige Oxydation desselben gestatten. ManWird daher unmittelbar vor der Form eine Region finden müssen, in wel-cher eine vollständige Oxydation zu Kohlensäure stattfindet, also dasMaximum der Temperatur herrscht. Von da ab wird ein allmäligerUebergang, eine Reihe von Zonen, vorhanden sein, wo Kohlenoxydgas"eben Kohlensäure in immer stärkerem Maasse auftritt, und der übrigeBaum wird nur Kohlenoxyd enthalten. Durch diese Reduction wird dieTemperatur allmälig wieder sinken. Denjenigen Theil, in welchem diehöchste Temperatur herrscht, nennt man den Focus 1 ) der Form. Von
') Man hat sich den Focus nicht als Punkt vorzustellen. Fände der Wind-strom bei seinem Eintritt in den Hochofen kein Hinderniss an Iiohlcn, Eisen undSchlacken, so würde er, da er immer mehr zur Verbrennung aufgebraucht wird,eine ungefähr kegelförmige Gestalt zeigen, welche nur durch das Bestreben derLase, aufwärts zu steigen, so verändert würde, dass die Achse des Kegels eine