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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde II] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Der Wind.

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bei

Öfen

186.

ber Verbrennung zu Kohlensäure, c dessen Menge ,' den absoluten Wärme-effect des Kohlenstoffs bei der Verbrennung zu Kohlenoxydgas, c! des-8 en Menge (wobei c -(- c' stets — 1 zu setzen ist), s die specifische Wärme^ er Kohlensäure, s'" die des Kohlenoxydgases, s' die des Stickstoffs, nbie Menge des Stickstoffs bezeichnet. Würden z. B. 40 Proc. Kohlen-stoff zu Kohlensäure, 60 Proc. zu Kohlenoxydgas verbrannt, so wärey _ 8080.0,4 -1-2478.06 _

0,4 (1 + 2,67) 0,2187 + 0,6 (1 + 1,33) 0,274 + 3,33 (2,67.0,4 -f 1,33.0,6) 0,2754

4715,8

2,415

= 1953°.

Die hierbei entwickelte Temperatur ist also um 2716 — 1953^ 763°C. niedriger als die, welche bei vollständiger Verbrennung zuKohlensäure entsteht.

Nach den bisher in der Chemie herrschenden und namentlich auchburch die neuesten Untersuchungen Bunsen’s 1 ) bestätigten Ansichtenfindet Tunner’s Hypothese in einer Beziehung vollständige Begründung,Während sie in der anderen Beziehung sich als unhaltbar beweist.

Dass sich bei jeder Verbrennung von Kohlenstoff in Stücken Kohlen-°Xydgas selbst bei hinreichendem Ueberschuss an Sauerstoff bilde, lässtSl ch durch Experimente nachweisen und findet darin Erklärung, dass sichz 'var an der Oberfläche des Kohlenstückes Kohlensäure bildet, beim Ein-bringen in das Innere des Stückes diese aber wieder zu Kohlenoxyd redu-cirt wird. Nach Bunsen’s Untersuchungen verbrennt nun Kohlenoxydgas111 Luft unter einer Temperaturerhöhung von 0° auf 1997°C., aber bei diesemTemperaturmaximum nur zu einem Drittel, wenn das Mischungsverhält-Dl ss das des Knallgases war; wenn das Kohlenoxydgas dagegen mit einerSrösseren Menge unverbrennlicher Gase (also z. B. Kohlensäure, Luft) ge-mischt (verdünnt) war, so verbrennt bei allmäliger Erniedrigung der Tem-peratur auf 1146°C. in Intervallen die Hälfte. Erst unterhalb dieserTemperatur findet eine gleichfalls in Intervallen eintretende vollständigeVerbrennung zu Kohlensäure statt. Es bleibt mithin bei allen höherenTemp era turen ein Theil des Kohlenoxydgases trotz vorhandenen freienSauerstoffs unverbrennlich zurück. Die Anwendung dieser Untersuchun-gen auf den Ilochofenprocess ergiebt, dass das bei der ersten Verbrennung'üid der dabei entwickelten hohen Temperatur gebildete Kohlenoxyd nichtw eiter durch die atmosphäiische Luft verbrannt werden, sondern dassber noch vorhandene freie Sauerstoff eher einen neuen Theil Kohlenstoffünter abermaliger, wenigstens theilweiser Bildung von Kohlenoxydgasv erbrennen wird. Es wird daher die Temperatur im Ofen um so höhers ein, je mehr Kohlensäure und je weniger Kohlenoxyd sich bei der er-sten Verbrennung bildet. Wenn nun der heisse Wind die vollständi-gere Verbrennung zu Kohlensäure begünstigt, so muss demgemäss auchbie Temperatur im Hochofen steigen. Dass aber der heisse Wind dieseWirksamkeit äussert, muss einstweilen als Thatsache hingestellt werden.

x ) Poggend. Annal. 101, S. 161.