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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde II] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Gase. 367

trifft die Verbrennungsluft nur eine verhältnissmässig kleine Oberflächedesselben und es erfolgt eine sehr unvollständige Verbrennung. Deshalbman auf möglichste Vertheilung des Gases und der Luft BedachtNehmen, um auf diese Weise so viel Berührungspunkte als möglich zwi-s °hen beiden zu schaffen.

Dies war schon von Faber du Faur gegen das Jahr 1837 richtige, 'kamit worden und er versuchte den Zweck dadurch zu erreichen, dass6r die Luft in fein vertheilten Strömen in den vollen Gasstrom bei dessenBiegung um einen rechten Winkel einblies. Eine solche Feuerung ver-anschaulicht Fig. 219 ] ), wo das von A kommende Gas bei seiner Um-legung nach B von den aus G einströmenden Luftströmen getroffenk'ird. Aber es entging hierbei noch ein grosser Theil des Gases der Ver-kennung.

Thomas und Laurens construirten dann eine Feuerung nach fol-genden von ihnen aufgestellten Grundsätzen :

1. Gas und Luft müssen in kleinen, parallelen, abwechselnden Strahlenin die Feuerung einströmen.

2. Beide müssen verschiedene Geschwindigkeiten haben.

3. Eines der beiden Materialien oder besser beide müssen erhitzt sein.

Fig.. 220.

Fig.210.

Gasverbrcnmmg nach

Faber du Faur. Thomas und Laurens.

Die feine Vertheilung soll die Berührungspunkte vermehren; die ver-schiedene Geschwindigkeit soll verhüten, dass sich zwischen die Strömev °n Gas und Luft der aus der Luft übrig bleibende Stickstoff und die<ius der Verbrennung resultirende Kohlensäure als trennende Schicht legen;die Erhitzung soll bewirken, dass in Folge der grösseren Extension dereinzelnen Gas- und Luftpartikelchen eine energischere Verbrennung statt-finde, und die zur Verbrennung nöthige Wärme nicht erst durch dieVerbrennung selbst hervorgerufen zu werden brauche.

Ein nach diesen Principien construirter Verbrennungsapparat ist iniig- 220 s ) abgebildet. Die Luft wird durch ein Gebläse vermittelst der

Vergi. Peclet, Traite de chaleur I, pag. 320. 2 ) Loc. eit.