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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde II] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Gase.

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schmiedeisernem Rohr versehene)Formen allmälig reissen und daher211 einem tropfenweisen, meist unschädlichen Austritt des Wassers Ver-blassung geben.

Ein dritter Grund des Formenleckens liegt in Beschädigung der For-hen durch die im Hochofen befindlichen Massen. Wenn, was häufig ge-dieht, die Formenrüssel frei in das Innere des Ofens ragen, so gleitenÜber sie die an den Wänden niedersinkenden Materialien und reiben siea b *). Zuweilen veranlasst auch das plötzliche Niedergehen von MassenWelche sich in höheren Theilen des Ofens angesetzt hatten, die Zerstörungder Form. Das zu hohe Aufsteigenlassen des im Ofen angesammeltenflüssigen Eisens, sowie das Anwachsen der auf der Sohle sich anlagernden'venig gekohlten Eisenmassen (der Sau) bringt ähnliche Erscheinungenhervor.

In Bezug auf die beiden letzteren Gründe führt Menelaos 3 ) aller-dings an, Roheisen steige oft über die Formen, ohne sie zu verletzen;bch seien ihm Fälle des Aufwachsens der Sohle (rising of the hearth ) bisÜber die Formen vorgekommen, so dass zur Erhaltung des Betriebes einehöhere Formenreihe hätte eingelegt werden müssen, und dennoch habebn nach Wiederabschmelzen der Sohle die ersten Formen unbeschädigt'(»gefunden. Das Aufsteigen des Roheisens und das Anwachsen der^°hle bis über die Formen sind übrigens Dinge, welche bei einem gutgeleiteten Hochofen nicht Vorkommen dürfen und bei gehöriger Aufmerk-s amkeit des Betriebsbeamten stets zu vermeiden sind.

In allen solchen Fällen sind gusseiserne Formen am schlechtesten,sie, wenn die Verletzung einige Tiefe erreicht, leicht ganz zerspringen.Uebrigen kann über die Dauer der Formen allein die praktische Er-h'hrung zum Anhalte dienen.

Eigentliche Gasexplosionen. Während die meisten der in Iloch-°fen vorkommenden Explosionen Wasserdämpfen zuzuschreiben sind, so^eten doch zuweilen auch eigentliche Gasexplosionen auf.

Sauvage 4 ) berichtet von fünf Explosionen in Hochöfen des Ar-flennen - Departements in Frankreich, von welchen er zwei genauer be-treibt. Die eine fand auf einer Hütte bei Mezieres statt, die andere zu^ade in demselben Bezirke.

Die erste trat eine halbe Stunde nach dem Abstich ein. UnterParker Detonation drangen Gase, Schlacken und Eisen aus dem Vor-b e erde und tödteten zw r ei Arbeiter, drei andere wurden stark verletzt,^er Ofen ging vorher sehr unregelmässig, und es fand häufig ein plötz-

) Lange gebrauchte Formen zeigen oft auffallende Regelmässigkeit in ihrerAbnutzung, meist ziemlich scharfe, der Riissellläclie parallele Einschnitte, welcheder Oberkante der Form am tiefsten sind und sich nach den Seiten zu all-verflachen, am unteren Rande aber ganz fehlen. ~) So z. B. zu Dundyvan®6o. 3) i dem bereits citirten Briefwechsel mit Rerey. 4 ) Ami. des Min.,»er. 19, p. 167, 1841.

h e r e y, Metallurgie. II. Abthl. 2 .

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