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Der Hochofenprocess.
3. Analyse der Gase.
Die Analyse führt man entweder nach der von Bunsen oder <1 61von Reguault und Reiset angegebenen Methode aus l ).
a. Bunsen’s Methode 2 ).
Hat man das Gas in einem Gasometer, so lässt man es aus diese®in einzelnen Abtheilungen in eine mit Quecksilber gefüllte AbsorptioiiS"röhre treten; hat man es in zugeschmolzenen Glasröhren, so bringt m® 11das Gas dadurch in die Absorptionsröhre, dass man die eine Spitze jen 61 ’Röhren im Quecksilberbade unter der Mündung der mit Queksilber g 6 'füllten Absorptionsröhre abbricht. Die Absorptionsröhre hat die For®der Fig. 233, ist calibrirt und mit Millimetertheilung versehen. G® s "Fi»-, 238. blasen, welche leicht zwischen dem Quecksilber und de 1 'Glaswandung der Absorptionsröhre hängen bleiben, müsse®fj|j durch Oscillationen der Quecksilbersäule mit der Hauptg® 8 '!—!’: masse vereinigt werden 3 ).
Es werden sodann die nöthigen Beobachtungen d® sQuecksilberstandes im Absorptionsrohre, des BarometerStandes und der herrschenden Temperatur vermittelst d« sFernrohres gemacht und rechtzeitig wiederholt.
Wasserdampf. Soll der Wassergehalt der Gase b®*stimmt werden, so kann man dies sofort bei der Auffangungam Hochofen thun, wenn man zum Sammeln einen GasO'meter von bestimmtem Inhalt und ein gewogenes Chlorcalciumrohr anwendet. Dies empfiehlt sich bei allen Gase®mit höherem Wasserdampfgehalt. Bei geringeren Wasserdampfgehalten nimmt man die Untersuchung zweckmässigerst im Laboratorium vor, und bestimmt den Wassergehaltentweder gleichfalls durch Chlorcalcium oder durch die zu®
Absorptions-
rölire.
Bestimmung des Wasserstoffs weiter unten angegebene Kochmethode.
Trocknung der Gase. Waren die Gase nicht vorher getrocknet’so geschieht dies jetzt durch Einführung geschmolzener Chlorcalciuff'kugeln, wodurch allerdings gleichzeitig etwa vorhandene geringe Meng eüvon Ammoniak mit absorbirt werden.
Kohlensäure. Aus dem trocknen Gase wird hiernach die Kohlen'säure durch Einführung von möglichst wasserhaltigen Aetzkalikugel®’welche an einen Platindraht angeschmolzen sind, entfernt. Für grosse® 6
®) Vergl. Bimsen, Gasometrische Methoden, Braunschweig 1857, u. Annal eSde chimie et de physique, 3 ser. 26, p. 329. — 2 ) Vergl. Bunsen, op. cit., °‘Rinmann u. Fernquist, undersökningar etc. — 3 ) S. Bunsen, Gasometr.tliode S. 39.