404 Der Hochof'enprocess.
im Arbeitsrohre die durch Detonation gebildete Kohlensäure mittelst Kali"lauge absorbirt.
Kohlenoxyd kann auch nach der ersten Kohlensäureabsorptiondurch Kupferchlorür absorbirt werden; das Kupferchlorür darf indessenwegen der Angreifbarkeit der Metallhähne des Apparates nicht in Salz*säure, sondern. nur in Ammoniak, welcher mit etwas Salmiak versetzt ishgelöst sein.
Stickstoff. Stickstoff bleibt auch hier nach Detonation des Sauei’"stoffs vermittelst Wasserstoffs, einschliesslich des zugesetzten Überschüssegen Wasserstoffs, übrig.
Vergleich der beiden gasometrisclien Methoden.
Der Nachtheil der Bunsen’schen Methode besteht in der verhält'nissmässig langen Zeit, welche sie erfordert, und in der Schwierigkeit,welche das Umfüllen der Gase in verschiedene Apparate bedingt. DerNachtheil der Regnault-Reiset’schen Methode dagegen liegt in dergeringeren Genauigkeit.
Die Zeit, die zur Analyse eines dem Hochofen entnommenen Gas-gemenges im Regnault-Reiset’schen Apparate nothwendig ist, beträgtnach eingehenden Versuchen von Rinmann und Fernqvist nur einViertel bis ein Halb der Zeit, welche man bei Benutzung des Bunsen’"sehen Apparates braucht.
Berechnung der Zusammensetzung von Hochofengasen.
Im Folgenden sollen mit den grossen Buchstaben des Alphabetes dieaus der gasometrischen Analyse gefundenen Volumina bezeichnet werden,welche das Gas bei 0° und 1 Meter Druck einnimmt, und welche sichohne Schwierigkeit aus dem jedesmal abgelesenen Volumen, dem Baro-meter- und Thermometerstande berechnen lassen, während mit den klei-nen Buchstaben des Alphabetes die zum Zweck der Analyse zugefügtenfremden Gasarten bezeichnet werden.
Ist A das Volumen des trocknen Gases, B das Volumen desselben nach
Absorption der Kohlensäure, so ist ———-- = dem Procentgehalt der
Kohlensäure im Hochofengase.
Ist ölbildendes Gas vorhanden und bleibt nach dessen Absorption
das Volumen C, so ist ^ ^ -— — dem Procentgehalt dieses Gases-
Soll das Kohlenoxyd durch Absorption bestimmt werden und istkein ölbildendes Gas vorhanden, bleibt also nach der Absorption das
Volumen D, so ist ebenso -—- der Procentgehalt an Kohlenoxyd-