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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde II] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Vorbereitung der Erze.

gestatten. Ist auch das Terrain nicht überall so günstig wie dort, soOiuss man doch die natürliche Bodenbeschaffenheit in dieser Beziehung sov iel als möglich auszubeuten suchen.

In anderen Fällen befördert man die Erze auf einer geneigten Ebenez ur Gicht des Röstofens, da verticale Aufzüge, wie wir sie später für denHochofen kennen lernen werden, bei der geringen Höhe der RöstöfenSelten mechanisch vortheilhaft sind.

Aufgebevorrichtungen für die Beschickung des Röstofens,bas Aufgeben der Erze und Brennmaterialien geschah früher allgemeinmittelst Körben (Schwingen) oder Kästen. Bei dem jetzigen beschleunig-teren Betriebe der Röstung in grösseren Oefen genügt dies nicht mehr.Man stürzt die Erze daher direct aus den Wagen, in denen sie aus derGrube gefördert oder von der Halde herangeschafft werden, in den Röst-ofen. Die Wagen sind zu diesem Zwecke entweder mit beweglichemHoden oder beweglichen Seitenwänden versehen, oder sie werden ganzu nd gar umgekippt. Die für beide Fälle zu treffenden EinrichtungenHehren bei der Beschickung des Hochofens, wo sie von grösserer Bedeu-tung sind, wieder und werden daher an jener Stelle beschrieben werden.

Obwohl die Art und Weise des Aufgebens von grosser Bedeutungftir den Verlauf der Röstung ist, so begnügt man sich doch in den mei-sten Fällen damit, dem Arbeiter die richtige Vertheilung des Materialszu überlassen. Nur zuweilen bedient man sich mechanischer Hülfsmittel,"'eiche diese Arbeit von Menschenhand unabhängig machen. Diese Hülfs-Osittel sind meist mit den Wagen, aus denen das Material in den Ofen ge-langt, in der Art combinirt, dass z. B. die Form des beweglichen Bodens dieVertheilung des Erzes bedingt; zuweilen sind sie aber auch fest mit demOfen verbunden. So hat man z. B. in Ilsenburg auf den in Fig. 253Und 254 Seite 440 dargestellten Röstöfen ein gusseisernes Kreuz ange-bracht, dessen Arme durch einen runden Knopf d zusammen gehalten sind.Man hatte hier anfänglich Schächte mit kreisförmigem Horizontalquer-Sc hnitte, fand aber, dass das Erz in diesen zu dicht liege; als man nun dieJetzigen Oefen mit quadratischem Horizontalquerschnitte gebaut hatte,er gab sich der entgegengesetzte Nachtheil, nämlich eine zu grosse Locker-heit des Erzes in den Ecken. Erst nachdem man das Kreuz aufgelegthat, welches bewirkt, dass die Beschickung mehr in die Ecken rollt, liegtdieselbe in allen Theilen des Ofens gleich locker, und die Röstung gehtßaeh Wunsch von Statten.

Selten wird die Gicht ganz geschlossen und nur dann geöffnet, wennHie Beschickung in den Ofen gelangt, wie dies in Fig. 257 Seite 442 an-S e geben ist.

\ Brennmaterial zum Rösten des Eisensteins in Oefen. Das zumHösten erforderliche Brennmaterial wird zwischen die Erze geschichtet,als ° abwechselnd mit jenen aufgegeben. Bei der niedrigen Temperatur,We lche im Allgemeinen für den Röstprocess nothwendig ist, wählt man