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Der Ilochofenprocess.
den Bich die stellbaren Luftzutrittsöffnungen. Die Luft erwärmt sichbeim Aufsteigen durch das abgeröstete Gut und bewirkt daher eine inten -sive Verbrennung des Gases bei ihrer Vereinigung mit demselben. Di eDüsen können durch die Putzlöcher h h gereinigt werden. Die eingesetz-ten eisernen Röhren gg dienen theils als Schaulöcher, tlieils als Stör-räume, und bleiben für gewöhnlich während des Betriebes geschlossen.
Beim Inbetriebsetzen eines solchen Ofens wird derselbe zuerst mitetwas Holz und dann erst mit Röstgut versehen, um letzteres durch Ver-brennen des Holzes in dunkele Rothgluth zu versetzen, ehe man das Gaszulässt, weil sich sonst leicht unverbranntes Gas ansammeln und zuExplosionen führen könnte Q.
Eine für den ganz besonderen Zweck, sandige Raseneisenerze zurösten, um sie dann leicht vom Sande trennen zu können, in Wietmarschenvon Welckner errichtete Anlage bietet in vielen Beziehungen inter-essante Tunkte und ist daher in Fig. 274 dargestellt 2 ).
A ist der Gasgenerator mit Treppenrost C, aus welchem die im Kastena von Theer gereinigten Gase durch m, wo sie sich mit Luft mischemin den Röstapparat Ti gelangen.
Dieser besteht aus einem auf vier Säulen b ruhenden gusseisernenTrichter C. In demselben befindet sich auf drei Stützen d der innere, obenund unten durch conische Deckel geschlossene, gusseiserne Verbrennung’S"cylinder e. Derselbe begrenzt nach innen den nach aussen vom gusseisernenCylinder / umschlossenen Röstraum. Der Röstraum steht einerseits durchdie gusseisernen Feuerbrücken g mit dem Verbrennungscylinder in Ver-bindung, andererseits auf dieselbe Weise mit dem den Röstraum uni-schlicssenden, nach aussen durch einen Blechmantel h begrenzten Condeu-sationsraume i. Auf dem Raume i stehen vier in die Esse l mündendeRauchrohren 7c.
Die den Feuerraum mit dem Condensationsraum verbindenden radialgestellten Feuerbrücken g sind nach unten offen und gestatten so dmdirecte Berührung der Verbrennungsgase mit dem zu röstenden Erze-Sie erweitern sich nach aussen, um das herabsinkende Erz nach innen zuleiten und gleichzeitig hinreichenden Querschnitt für die abziehendenWasserdämpfe zu liefern, welche zwar theils mit in die Esse geführt,theils aber in dem Raume i condensirt werden.
Der Apparat wird stets mit Erz bedeckt gehalten und ist untenvermittelst des Schiebers n verschlossen, durch den beliebige QuantitätenRöstgut abgelassen werden können. Das geröstete Erz fällt auf den Rät-ter 0, wird dort vom Sande befreit und gelangt in den Möllerwagen f-
Der Apparat röstet täglich 20000 Kilogrm. (40000 Pfund) Erz beieinem Aufwande von 2,48-bis 3,10 Cubikmetcrn (80 bis 100 Cnbikfuss)Torf und Ilolzkoldenklein (im Werthe von etwa \ x j 3 Thaler).
] ) Compendium der Gasfeuerung von 1<\ Steinmann. S- 06. — 2 ) Berg- u '[Iiittenm. Zeitung 1863. S. Gl.