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ic, w das Laufrädchen R und vor dem Zifferblatte derHauplzeiger umläuft, mittelst der Schrauben n k, n k (Fig. 8,Taf. 15) so gehalten, dass sich das Gehäuse mit dem Rah-men Y, Y um die Spitzen bei n, n drehen kann. Werdennun mittelst der Schraube n die Arme JV, N gehoben odergesenkt, so wird auch das Zählerwerksgehäuse gehobenoder gesenkt. Durch diese Einrichtung wird die Wellew, io parallel zur Ebene der Scheibe S gestellt.
Das Rädchen R wird durch seine eigene Schwere, unddurch die Schwere der W r elle 10 , sowie durch das Ge-wichtchen 1 p (Fig. 10, Taf. 14) welches aus mehreren Scheib-chen von je l Quentchen besteht, die auf den Stift igiaufgesteckt werden, stets auf die Scheibe S aufgedrückt,weil sich der Rahmen Y, Y mit dem Zählerwerksgehäuseum die Spitzen bei n, n dreht. Der Rahmen yy wirddurch eine mittelst zweier Schrauben v, vi spannbareFeder cp vom Zapfen der Welle w abbalan^irl und dannerst mit etwa 3 bis 5 Quentchen belastet. Das Instrumentgestattet demnach der Axe des Rädchens folgende Lagenund Bewegungen:
1) der Schieber E und die Axe w des Rädchens R liegenrechtwinklig gegen die Schienen der Grundplatte g,parallel welchen die Abscissenaxe der zu messendenFigur gedacht wird; die Axe des Rädchens liegtdabei parallel zur Richtung des Schiebers £ und zwarso, dass das Rädchen auf einem Durchmesser derScheibe S, d. i. in der Richtung der Ordinatenaxe,verschoben wird;
2) der Schieber E hat eine geneigte Lage gegen dieOrdinatenaxe, dabei ist aber die Axe 10 des Räd-chens parallel zur Richtung des Schiebers, und dasRädchen wird in der Richtung eines Scheibendurch-messers verschoben;
3) die sub 1 gegebenen Stellungen sind dieselben, nurwird das Rädchen in der Richtung einer Sehneverschoben ;
4) bei Beibehaltung der sub 2 gegebenen Stellungen,Verschiebung des Rädchens nach einer Sehne;
5) , 6), 7) u. 8) in den vorgenannten 4 Fällen kann end-lich noch die Axe des Rädchens geneigt gegen dieRichtung des Schiebers liegen.
Diese 8 Fälle enthalten alle möglichen Lagen desSchiebers E und der Welle w des Rädchens; das Instru-ment ist bei jeder dieser Lagen zur Flächenrechnung ge-brauchbar, es ändert aber die Flächenangaben je nachdiesen Lagen quantitativ; § 18 bis 26 des Trunk’schenWerkes geben hierüber genügende Aufschlüsse. —
Um die Drehung von Pj auf P bis in die feinstenNüangen in die Gewalt desjenigen zu bringen, welchermit dem Instrumente Messungen vornimmt, ist an P dasBogenstück d, dessen Rand für Schraubeneingriff gezahntist, angebracht. Am Gestelle Pj befindet sich die mit 2bezeichnete Schraube ohne Ende, welche von Stahl undhart ist und dicht in dem Rande von d liegt. Die Schrau-benwelle dreht sich seitlich im Maschinenlheil Pi in einemKugelgelenke und wird mittelst des randerirten Kopfes Slgedreht. Der Endzapfen dieser Schraube ruht in einemLager £ (Fig. 6, Taf. 15) gegen welches eine starke Feder
a drückt, die mittelst einer Druckschraube g gespanntwerden kann. Um die Grösse der Stellung abzulesen,ist auf d oder besser vorn auf dem Wagengestelle P einGradbogen mit Theilung und an Pj ein Zeiger J (Fig. 3,Taf. 15) angebracht.
Die Axe w des Rädchens R wird aus Triebstahl an-geferligt, damit sie leicht und dennoch steif ist. Aufihrem vorderen Zapfen, welcher im Zifferblatte lagert, istder Hauplzeiger angesteckt; der hintere Zapfen der Axe10 ist cylindrisch und hat einen knopfartigen Kragen undläuft in einem Lager p von Stahlblech (Fig. 9, Taf. 14).Dieses Lager ist in Fig. 11, Taf. 14 etwas grösser dar-gestellt. Der knopfartige Kragen wird zwischen demStahlblech und einer Mikrometerschraube q eingelegt; dasLager mit dieser Mikrometerschraube ist auf der Mitte deshinteren Querriegels des Rahmens y y angeschrauhl undin der Richtung der Welle w verschiebbar. Unter demLager p ist ein Stift eingeschoben, welcher das Heraus-fallen des Wellenzapfens verhindert, wenn der Rahmen yygehoben wird.
Das Rädchen R wird aus Stahl gefertigt, hat einensphäroidischen Umfang und auf diesem feine Schliffslrichein der Richtung der W'elle 10 . Es läuft auf einem auspräparirter Thierhaut gefertigten Scheibenüberzug.
Der Draht, welcher um die Trommel T (Fig. 5, Taf. 15)geschlagen wird, um dadurch bei Verschiebung des Ge-stelles P die Scheibe S in drehende Bewegung zu bringen,ist auf das Metallstück u (Fig. 1, Taf. 15) festgeklemmt,geht über die Rolle i, dann um die Trommel T, fernerUber die Rolle l auf die Feder l von Stahl, woran er be-festigt ist. Die Feder l , welche sich in einem Charnierin dem an g angeschraubten Maschinenteil E 0 dreht, wirdmittelst einer Schraube n gespannt und mittelst einerzweiten Schraube ai festgestellt. Man hat hiedurch einleichtes Mittel, um dem Drahte die nötige Spannung zugeben. Die Feder e muss so stark sein, dass sie der Be-wegung des Gestelles P nicht folgt; sie gibt das Mittel,dass der Dralh, wenn er sich während der Arbeit einwenig dehnt, in Spannung erhalten wird. Der Dralh be-steht aus federharlem Stahl, damit er sich durch das ab-wechselnde Biegen nicht streckt, liegt mit drei schrauben-förmigen Windungen auf der Trommel und wird nachMassgabe der Schraubenwindungen gegen den Horizontgeneigt gelegt. Dadurch bleiben die Drahtwindungen wäh-rend der Drehung geordnet. Die Schiefstellung erfolgtmittelst Drehung der schraubenförmigen Ständer i und t.Die Füsse C, Ci dieser Ständer sind verschiebbar undwerden nach den neben ihnen angebrachten Scalen gleich-weit von der Nulh gg gestellt, bis der Dralh tangentialan der Trommel und parallel zu g g liegt. Dieser Paralle-lismus w’ird mit Hilfe der eben genannten Scalen regulirt.
Zur Abwiegung der Spannung des Drathes dient derApparat Aa mit Wagschale oder Gewicht. Er dient auchals Griff zum Heben des Planimeters. An der entgegen-gesetzten rechten Seile des Planimeters wird ein zweiterGriff angebracht.
Die Räder und Getriebe des Zählerwerkes sind soeingerichtet, dass sie 4 Zeiger bewegen, von denen der