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Die mechanische Planimetrie, ihre geschichtliche, theoretische und praktische Bedeutung / von Ernst Fischer
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malfigur liegt. Durch Verrückung des Auges beimFuhren schwankt der auf der Glasplatte befindlicheFuhrpunkt von den Grenzen der Normalfigur ab unddie Führung wird fehlerhaft; um dieses zu verhin-dern, setzt man den Sehtricbter auf die Loupe *);

5) ein Tisch mit Brücke, worauf man den Planimeterstellt (Trunk, § 43);

6) ein Apparat mit Gewicht zum Drathspannen (Trunk,

§ 42 );

7) eine Schleifmaschine um den Rädchen Schliffstrichezu geben, welche parallel mit der Achse der Wellew laufen;

8) einige Gewichteben zum Spannen der Feder an derSäule Q ;

9) ein Winkel zur Richtung der Welle des Rädchensin verschiedene Lagen (Trunk, § 50, Nr. XVI.);

10) ein Zeichenapparat; will man auf die Scheibe SPapierscheiben auflegen und statt des Rädchens Iieinen Bleistift anbringen, um Studien über die Cur-ven anzustellen, welche bei der Bewegung des Füh-rers auf die Scheibe gezeichnet werden, so hebtman aus dem Gestelle NN (Fig. 1, Taf. 15 und Fig. 9,Taf. 14) das Zifferblatt mit dem Rahmen yy aus undstellt zwischen die Spitzen bei n, n den Zeichen-apparat, eine Art Träger mit Charnier und Zirkel,ein (Trunk, § 46);

11) einige Scheiben mit präparirlen Bezügen;

12) calibrirle Stahldrähte ;

13) Schleifmittel mit Schleifkolben zum Schleifen derScheibenbezüge; etc. etc.

Die Preise der Planimeterfabrik zu Eisenach sindfolgende:

80 Rthlr. Gr. ein Trunkscher Planimeter mit Zubehör:

an einem Laufrädchen auf stählerner Welle,an Schlüsseln, Knebeln, Schraubenziehern,Hacken zum ürathaufziehen, Winkel zumRichten der Welle des Rädchens, Parallel-mass, Apparaten und Pulvern zum Schlei-fen der Scheibe S, 6 Stücken calibrirtenDrathes, 2 Gewichtchen zum Abwiegender Spannung der Feder u an der hohlenWelle Q, lakirtem Etui mit innerer Ein-richtung, Schloss und Griff.**)

Die Hülfsapparale haben folgende Preise :

3 Rthlr. Gr. ein Laufrädchen von Gussstahl mit stäh-lerner canelirter Welle.***)

1 Rthlr. 10 Gr. ein Tragring zur kleinen scharfen Loupe.

1 Rthlr. 10 Gr. eine kleine scharfe Loupe mit 2 Linsen. Rthlr. 15 Gr. ein Sehlrichter.

1 Rthlr. 10 Gr. ein Apparat mit Gewicht zum Drath-spannen.

) Näheres hierüber im Trunkschen Werke: § 49, Nr. XIV.

**) Beim Bestellen eines Planimeters oder eines einzelnen Rädchensist auf einem dünnen Messingblechstreifen die Länge von 10 Ruthendes verjüngten Massstabes, nach welchem die Maschine arbeiten solleinzusenden.

***) Es ist dieser Preis besonders angesetzt, da sich Planimeter-besitzer Rädchen für verschiedene verjüngte «. B.oder rr ete.-

1000 <sOUv

theilige Massstäbe zu bestellen pflegen.

1 Rthlr. 15 Gr. ein Apparat um Curven auf die ScheibeS zeichnen zu können.

Rthlr. 15 Gr. eine Zeichenscheibe von geschliffenem

mattem Glase.

3 Rthlr. Gr. ein Schleifapparat zum Schleifen des Lauf-

rädchens.

Rthlr. 20 Gr. eine Vorrichtung zum Reguliron und Ab-

wiegen der Schwere der Schieberbewe-gung.

1 Rthlr. 10 Gr. ein grosser Pappkasten zum Bedecken desaufgestellten Planimeters.

Rthlr. 20 Gr. Riegel und Schloss dazu.

Lakirte Beschwerer der Karten, von Bleimit Messinggriff, und zu

Rthlr. 15 Gr. ein kleinerer (circa 1 Pfund schwer).

Rthlr. 25 Gr. ein grösserer (circa 2 Pfund schwer).

1 Rthlr. Gr. ein noch grösserer (circa 3 Pfund schwer).8 Rthlr. Gr. ein dreibeiniger, 3' langer, 2' breiter ge-täfelter Tisch mit Stellschrauben an denFüssen .

1 Rthlr. Gr. jeder laufende Fuss Länge dieses Tischesmehr. *)

4 Rthlr. 20 Gr. eine lakirte Brücke von Holz mit Boden

von Eisen und hölzernen Stellschrauben272 ' lang, 10" breit.

1 Rthlr. 15 Gr. jeder laufende Fuss Länge dieser Brückemehr.**)

Die Fabrik liefert alle Maschinenteile einzeln fürfeste Preise, wenn die abgenützten oder zerbrochenenTheile eingesendet werden.

Herr Ingenieur Trunk hat sich bereit erklärt, legitimir-ten Beauftragten von Staatsregierungen die Handhabung,Justirung und Führung seines Planimeters unentgeltlichpraktisch zu zeigen.

Wir wünschen durch die Aufnahme der vorstehendenNotizen zur verdienten Verbreitung des Trunk'schen Plani-meters beigetragen zu haben.

§ 7 -

Ueber Trunks theoretische Untersuchungen.

Denkt man sich ein Rechteck, dessen Inhalt einerganzen Zahl entspricht, in rt verticale Streifen zerlegt,von denen jeder an Inhalt der Flächeneinheit gleichkommt,so drückt die Anzahl n der Grundlinien dieser Streifenauch den Flächeninhalt des Rechtecks aus. Hierauf be-ruht nicht nur der Oldendorpsche, sondern auch derOppikofersche Planimeter u. z. ergibt sich diess für denletzteren durch die Verwandlung der geradlinigen Grund-linien der Flächeneinheiten in Kreisbögen.***)

Die Rechtecke in Fig. 12, Taf. 14, stellen Flächenein-heiten vor. Die Basis a, di = g kann man in einen Kreis-bogen <nm, verwandeln. Bezeichnen wir die Höhe eines

*) 6' Länge ist das Maximum.

**) 9 - Länge ist das Maximum. Wer Brücken von über 5/a 'Längegebraucht, muss 2 Seitentische, auf denen die Brücke ruht, und dazwi-schen einen Tisch, auf welchem die grosse Karte liegt, anwenden.

***) Trunk, % 2.