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Forst.
Morgengröße der Abtheilung, worauf dieses Holz steht, in das Taxations-register eingetragen. Bei Abtheilungen aber, worauf der Bestand in reinenHorsten und so vermengt ist, daß für jede Holzgattung eine Flächengrößeangegeben werden muß, um den Ertrag berechnen zu können, wird dieGröße aller Horste von gleicher Holzart als eine besondere Abtheilung be-trachtet, in das für diese Holzart bestimmte Taxationsregister getragen unddurch ein vorgezeichnetes Sternchen bemerkt, daß eine solche Abtheilung ausmehrern Horsten bestehe, und daß in einem andern Laxationsregister die-selbe Abtheilung noch einmal vorkomme. Nachdem nun alle Jagen imForste taxirt, berechnet und dieErgebniffe in die Taxationsregister geschriebensind, werden alle Rubriken und Columnen, worin Ertragsansatze stehen,summirt, um zu erfahren, ob und wie der periodische Ertrag bei jeder Holz-gattung eine Abweichung wahrnehmen läßt. Durch Zusammcnziehung despersischen Ertrages aller im Forste vorkommenden, besonders - berechneten,Holzgaltungen aber erfährt man, wie sich der Holzertrag von Periode zuPeriode stellt, wenn man auf Verschiedenheit-der Hclzgattungcn keine Rück-sicht nehmen will. Durch diese Zusammenstellungen wird man meistensgroße Abweichungen finden, die entfernt werden muffen, wenn der Holzer-trag von Periode zu Periode gleich sein, oder steigend regulier werden soll.Beabsichtigt man, den periodischen, also auch den jährlichen Holzerlrag gleichzu machen, so addire man den Holzertrag von allen Perioden, und dividirrihn mit der Zahl der Perioden, um zu finden, wie viel Klaftern eine jedePeriode geben müßte. Der dadurch gefundene Quotient wird anzeigen, wieviele Klaftern Holz manche Periode zu viel und manche zu wenig liefernwürde, wmn man die taxirten Bestände in Herr Perioden abtreiben wollte,die in den Laxationsregistern vorläufig zum Antrieb angenommen wordensind. Wenn nun die eine Periode zur Ausgleichung Bestände an die an-dere abgeben muß, so. werden nicht nur die Durchforstungsnutzungen andersausfallen, sondern auch der Tvtalertrag aller Perioden geringer ausfallen,wenn Bestände aus einer jüngern Periode an eine ältere abgegeben werdenmüssen, da der Zuwachs an diesen vorgeschobenen Beständen um eine Pe-riode geringer wird, und diese Bestände dann beim Abtriebe weniger Holzgeben, weil sie dann jünger sind, als sie sein würden, wenn man sie in derPeriode gelassen hätte, worin sie ihre volle Haubarkeit erreicht haben wür-den. Es bleibt daher für diesen Fall nichts übrig, als die Totalsuwwenach Gutdünken und nach Maßgabe der Vorschiebungen, die im Allgemei-nen einen geringern Ertrag bewirken, herunterzusetzen, und zu versuchen,um w e viel man dadurch der Sache näher kommt. Wenn aber die erstenPerioden zu viel Holz haben folglich Holz.an jüngere Klaffen abgeben mü!-sen, wodurch die Bestände älter werden, als sie jetzt in den Taxationsre-gistern berechnet sind, so liefern sie auch mehr Holz, wodurch der Totoler-trag des ganzen Umtriebes, und folglich auch einer jeden Periode vergrößertwird. In diesem Falle muß man die bei der ersten Berechnung gefundeneKlasterzahl nach Gutdünken erhöhen, die zur Ausgleichung nöthigen Beständeanders berechnen, und dies so lange fortsetzen, bis die gewünschte Gleichstel-lung der Perioden bewirkt ist. Ist endlich die Regulirung oder Ausglei-chung des periodischen Ertrages vollzogen, so werden die bisher mit Bleistift.geschriebenen Laxationsregister mit Tinte geschrieben, und es sind dann so-wohl die Taxation, als der Bewirthschaftungsplan fertig. Um aber alleHolzertragsergebnisse mit einem Blick übersehen zu können, wird eine Gene-