Band 
[Dritter und vierter Band.]
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Wäre der Brief nicht so unerträglich lang, ich schriebedir ihn ab. — Aber könnte ich dir ihn nicht stückweise vor-legen und die ganze bunte Masse von Gerichten, die erhier auf einmal auftischt, unter die magern Epochen ver-theilen, die etwa, wie heute, in meinem Tagebuche, vorfal-len? Warum nicht? Aus dem systematischen Zusammenhangewerde ich nicht das mindeste reißen: über diesen hat sich dernatürliche Menschenverstand des Schreibers glücklich hinweg-gesetzt. Dessen ungeachtet, hoffe ich, sollst du mir meineMühe verdanken- — Der Brief wird dich immer mit einemsehr seltenen Manne bekannt machen, dergleichen unser guterKönig wohl nur wenige in seinen Staaten ausweisen kann;mit einem Vasallen nämlich, der zufrieden auf seiner Hufesitzt, und die Richtigkeit des Satzes praktisch beweist: iiihiijietenli niliil deest.

Sollte dir nun vollends der Verfasser des Briefs, der,wohl zu merken, als er ihn schrieb, nicht einmal ahnenkonnte, neben was für ein Miniaturbild man ihn beilegenwürde, die Augen über den nachtheiligen Einfluß öffnen,den, wie er es ernstlich gegen seinen Freund und Feldnachbarbehauptet, die Entfernung vom Vaterlande auf unsere Sitt-lichkeit und Gemüthsruhe hat; so bewirkt vielleicht diese Ab-schrift den guten Entschluß bei dir, den auch mein Tagebuch zuentkräften leider nicht gemacht ist, daß du deine kranken Freundekünftig nicht mehr so auf geradewohl in die weite Welt schickst.