Band 
[Dritter und vierter Band.]
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Lieber August!

In der frohen Erwartung deines versprochenen Gegen-besuchs auf meinem Landgute, in den Anstalten zu deinerAusnahme, die mich eben von dem einen staubigen Winkelmeines Hauses zum andern trieben, als ich gestern deinenAbschiedsbrief erhielt, brauche ich wohl kaum zu sagen, wiesehr er mich überrascht hat. Nichts — ich kann es dich aufEhre versichern, nichts in meinem Leben hat es mehr gethan,als diese Ankündigung deines Aufbruchs nach Avignon. DeinEntschluß ist rasch, lieber August. Schwerlich hast du ihnselbst geahnet, als ich vergangenes Frühjahr einige Wochenbei dir vertändelte; denn sonst würdest du ihn mir doch wohlentdeckt und die Bewegungsgründe dazu entwickelt haben,die du jetzt meinen eigenen Nachforschungen anheimstellst.Kaum kann ich von meiner Verwunderung zurückkommen.Warum bautest und schmücktest du dein stolzes Haus, möchteich fragen, da es dir so Noth that, es zu verlassen? Warumübergabst du es in der Aufschrift über dem Portal derZufriedenheit, da du die Göttin erst anderwärts auf-suchen willst, der du es hier mit goldenen Buchstaben geweihthast? Du hast durch deine plötzliche Abreise alle deine Feld-nachbarn an dir irre gemacht. Einige erblicken nichts weiterdarin, als einen beschimpfenden Vorwurf gegen ihren Zirkelund langweiligen Umgang; andere schütteln die Köpfe undfürchten, daß dich nur die großen Schulden in die Flucht

Thmnincl, sämmll. Werke. IV. 3