Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Wenn Schwärmerei Vergebung verdient, so ist es diefür die Tugend, und an einem so heilig romantischen Morgen,als mein heutiger war. Ach das häßliche Toulon ! DerWagen meines Freundes hielt am Ende seines Parks. SeineRosse schnauften und stampften und wieherten im Gefühlihres Muths. Und ich mußte dich verlassen, Thal der Un-schuld und Freude, dich, Sonne über ihm? — Ach mir war,als könnte nur Finsterniß hinter den Bergen liegen. Ichblickte noch einmal wonnetrunken in ihr heiliges Antlitz, undbreitete meine Arme aus, als wollte ich den ganzen Welt-kreis an mein liebendes Herz drücken — ich blickte nocheinmal zu ihr hinauf, und unwillkührlich entschwebte derharmonische Ausruf meinen Lippen:

Staub, der, zu Gott eniporgedruugen,

Am Fußtritt seines Thrones glimmt!

und so bot ich meinem freundlichen Geleiter die Hand, stieghastigen Schritts aus seinem Tempel, durch den Park, inden Phaêton. Hier faßte er stillschweigeud die Zügel, über-ließ mich ungestört der obern Region, und sorgte nur, daßwir in der untern nicht aus dem Geleise kämen. Indemwir über den Steinweg flogen, ergriff ich meine Harfe undstirumte mit allen Saiten in den Psalm ein, der seit denzwei Noten, mit denen ich anschlug, in mir forttonte. —Jetzt waren die Beweise meiner Genesung vollständig; dieNatur hatte den letzten beigebracht, denn sie hatte mein