Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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um vieles beruhigter zu meinem Führer in den Phaöton.Der Kutscher war mein Freund geworden, die Pferde warenerfrischt und gegen den Weg war nichts einzuwenden. So-bald wir auf die Höhe kamen, sah ich Toulon mit seinenThürmen und Wällen hinter einem Haine von Oelbäumenhervorschimmern. Die Straße zog sich, wie der Gang ineinem englischen Garten, sanft durch ihre Beschattung hin-durch, die Strahlen der Sonne brachen sich an ihren Zweigen,und die schönen Aussichten nahmen an Mannichfaltigkeit, wiemein Herz an Frohsinn, zu, je näher wir der Stadt kamen.Desto mehr befremdete mich die Stille des Marquis, undder Ernst, den ich in seinem sonst so heitern Gesichte bemerkte,und ich weiß mir es auch jetzt noch durch Nichts zu erklären,als durch die mir unbekannten Geschäfte, die ihn nöthigten,sein schönes Thal diesen Morgen, wie diesen Abend seinenFreund, mit dem Rücken anzusehen; denn sobald wir in demsilbernen Anker abgestiegen waren, kleidete er sich nur um,übergab mich dem Wirthe, und ließ mich in einer großenStube allein.

Ob wohl, dachte ich, indem er sich eiligst mit dem Wunscheeiner guten Nacht von mir entfernte, die Langeweile, in derer dich da in einem fremden Hause sitzen läßt, auch zu dei-ner Nachkur gehören soll? und that durch den Sinn dieserFrage wohl Niemanden mehr Unrecht als mir selbst. Binich denn nicht Philosoph? b'in ich nicht Dichter? empfindsamim höchsten Grade, und mir selbst Gesellschaft genug? Das

Thümmel, sämmtl. Werke. V. 2