Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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hörte. Die trostarmen Vergessenen auf der Galeere erschie-nen mir in allem ihrem Jammer, und ich konnte der Auf-forderung nicht länger widerstehen, dem Engel, der mirzuhörte, die Seelenleiden meines heutigen Morgens an dasHerz zu legen. Wir hatten uns kurz vorher einem Blumen-beete gegenüber gesetzt, wohin sie einem Gärtnermädchen vonihrem Alter, das mit einem Handkörbchen dahin ging, ge-folgt war. Sie nickte ihr schon im Vorbeigehn freundlichund bekannt zu, und bestimmte nun durch ihr Gutachte» dieAuswahl der Blumen, die jene einsammelte. Sobald meinGespräch aber ihr Mitleiden erreichte, theilte sie nicht weiterihre Aufmerksamkeit zwischen uns beiden. Sie verließ denPlatz, als ob er zu buntfarbig für den Ernst ihrer jetzigenEmpfindungen wäre, und führte mich, ohne ein Wort zusagen, um keins der meinigen zu verlieren, nach einem dunkelnBogengänge, an den eine kleine versteckte Laube stieß. Hier

— wo der verschwiegene Mond nur durch die Blätter überdem grünen Rasensitze zitterte, auf den wir uns niederließen

— in dieser nächtlichen Stille — allen Augen, außer jenem,verborgen, das über uns schwebte — hier, an der Seite einer

' weichen weiblichen Seele, denke selbst wie viel meine Erzäh-lung unter diesen Umständen gewinnen mußte. Das liebeKind beehrte sie mit dem reinsten Beifall, und, ,,o meinarmer Vater!" schluchzte sie am Ende derselben, „welch einerHaushaltung des Kummers bist du vorgesetzt!" — „Undwelchen Wundern der Tugend zugleich!" fiel ich ihr ins