Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Frühstück in die Laube trat, versetzte durch den Ausruf:O, das ist znm Malen schön! ihre Gebieterin aus einemsüßen Traume in einen andern. Du hast Recht, meine guteAnna! Geh' und trage mir geschwind meinen Pastcllkasten indie Eremitage, und indem sie sich aus den Armen ihresGemahls wand — Laß mich, sagte sie mit losem Ernst, deineLaube muß nicht immer den Vorzug vor meinem Schilf-häuschen haben. In zwei Stunden, eher hilft aber keinAnklopfen, will ich den Herrn Gemahl mit der Kopie seinesOriginals empfangen, die er mir theuer bezahlen, und dieihn ganz überzeugen soll, wie häßlich ihm dieser lüsterneMund, diese begehrlichen Augen und diese glühenden Wangenzu Gesichte stehn.

„Mit diesen Worten — den letzten, die er aus demMunde seines Weibes vernahm, flog sie in ihr Eremiten-Häuschen, setzte sich vor den Zeichentisch, wählte aus demzarten Gewebe der vergangenen Stunde den herzlichsten Au-genblick, und bot allen Zauber der Kunst auf, um durch denSchmelz der Farben und den Hauch der Wahrheit das lieb-liche Schattenbild ihrer noch frischen Erinnerung zu beleben.Diese letzte Arbeit ihrer Hände, diese kostbare Ueberlieferungihres zerrütteten Glücks, wird von unserm Freunde Saint-Sauveur als ein Heiligkhum aufbewahrt. Ach! wie oft habeich schon davor gestanden, und nur mit Gewalt vermocht,meine thränenden Augen davon abzuziehen! — In sprachloserCeelenzufriedenheit — die Hände gefaltet, und die Augen