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Zeugniß Ihrer eigenen Augen bewirken! Ich kenne denHang des menschlichen Herzens nach dem Genusse der Weh-muth zu gut aus Erfahrung, um nicht vorauszusetzen, daßauch Sie den merkwürdigen Gegenstand dieser allgemeinenTrauer aussuchen werden." — „Und das," rief ich, „sollmorgenden Tags geschehen." — „Ich würde mich zu IhremBegleiter anbieten," sagte der wackre Mann, „hätte ich nichtselbst schon oft das Lästige wahrgenommen, das uns fremdeZeugen in solchen Augenblicken der Thränen auflegen. Nie-mand hat deren wohl mehr um die arme Bedrängte vergossen,als unser guter Saint-Sauveur. Es ist ihm ein Gesetz, sietäglich zu besuchen, und wird er ja davon abgehalten, wieängstlich sieht er nicht alsdann den schriftlichen Berichtenentgegen, die ihm ihre Freundin und einzige Wärterin, diesie duldet, auf diesen Fall zuschicken muß. Es müssen gebie-tende Geschäfte gewesen seyn, die ihn mehrere Tage aus ihrerNähe entfernten. Auch ist er es, der das Begräbniß desEntleibten in der Weinlaube besorgt, ihm ein Denkmal er-richtet, und sich der verwaisten Diener und herrenlosenWirthschaft dieses gesunkenen Hauses mit der treusten Thä-tigkeit angenommen hat." — „Hieran," rief ich voller Ent-zücken, „erkenne ich meinen Freund. Gott segne seine Be-mühung, und belohne seinen Eifer durch den glücklichstenErfolg!" — „Aber, mein Herr," richtete der Kapital» jetzt dieFrage an mich, „wie in aller Welt geht es zu, daß dieseIragische Begebenheit, die doch in der Zeit Ihres Aufenthalts