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allhier vorging, und Stadt und Land erschüttert hat, Ihnenso ganz unbekannt bleiben konnte?"—„Ach, erinnern Sie sichdenn nicht," seufzte ich, „was der Marquis von mir ge-schrieben hat? Glücklich für meine Ruhe, möchte ich wohlsagen, lag ich damals selbst ohne Verstand an der Kette einerschweren Krankheit, unter den Händen der Aerzte, und ver-muthlich hat der Marquis und Jedermann aus menschen-freundlichen Rücksichten mir auch nachher den Vorgangverschwiegen." Meiner Nachbarin schien schon lange etwasauf der Junge zu schweben, das ich gar keine Lust hatte ihrabzunehmen, mußte aber endlich doch herhalten. „Der HerrBrigadier," zischelte sie mir zu, „mag, im Vertrauen gesagt,wohl noch gewisse zärtlichere Antriebe zu seiner in der Thatsehr lobenswürdigen Sorgfalt haben, als die allgemeineMenschenliebe. Von jeher, kann ich Ihnen ans Erfahrungsagen, hat er nur Augen für diese Frau gehabt, und viele,die ihn genau kennen wollen, behaupten, daß er nur die Ge-nesung der schönen Wittwe erwarte, um ihr seine Hand an-zubieten, die sie auch sicher nicht ansschlägt."
„Sie glauben, Fräulein," blinzte ich sie an, „daß diese
so tief verwundete-" „O mein Herr," lachte sie mir
ins Wort, „ein liebenswürdiger Mann, der den Verstandeiner jungen Dame wieder zurechte bringt, weiß gewiß auchihrem Herzen beizukommen." Das kann wohl, dachte ich,der Fall bei dir seyn, und war boshaft genug, in meine auf-und niedersteigenden Blicke, deren Wendungen nicht schwer