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ich enträthselte, flößte mir eine hohe Meinung von ihrempraktischen Verstände ein. Sie empfiehlt in halber Fraktur-schrist dem ehrwürdigen Bruder die sorgfältigste Behutsamkeitin seinem Benehmen, und warnt ihn besonders vor denscharfsichtigen Augen Orléans. Gestern noch, erzählt sie, seyder Unverschämte ihrer Gebieterin, als sie eben aus derKirche zurück kam, ohne nur Rücksicht auf ihre zahlreicheBegleitung zu nehmen, mit der Spottrede in den Weg ge-treten: Madame, vous venez de solliciter vos juges contremoi, je consens que vous gagniez votre procès, si le ro.i aassez de crédit pour cela. Anna wäre so aufgebracht darüber,daß sie ihren Gewissensrath zu sprechen verlange, und ihneine Stun-de früher als gewöhnlich in ihrem Andachtszimmererwarte. Unter Leitung einer so vorsichtig geschäftigen Handläßt sich ja eine zwölfjährige Ehetrennung wohl noch ertragen.Je länger ich an ihren Briefen meine Geduld übte, destomehr verloren bei mir Nôtre Dame de Grâces und ihrFiacre an Ansehen — denn Marie Beauvais, wie mir jetztjede Zeile verrieth, war eigentlich das große Triebrad allerWunder des Louvre. Sie hatte den jungen Barfüßer zuerstder trostbedürftigen Königin vorgestellt — ihm seine Rolleangewiesen und ihre gemeinschaftlichen Betstunden einge-richtet. Nach Recht und Billigkeit sollte keine andere Ver-mittlerin als Sie den Ehrenplatz auf dem Hochaltare zuCotignac einnehmen. Leichtsinnige und verrathene Anna!— ich würde dich entschuldigen und bedauern, und ick würde