Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Gott bitten dir die Sünde zu vergeben, die den guten Herzogvon Orléans um die Thronfolge betrog, hättest du nur nichtals eine grausame Mutter deinem Erstgebornen gleich beiseinem Eintritte in die Welt den Stein an den Hals gehängt,der ihn in den Abgrund lebenswieriger Schwermuth versenkte.Ja, Eduard, spitze nur die Ohren! Ludwig der Vierzehntehatte noch einen zwei Jahre ältern Bruder. Fiacre warVater von Beiden, und der Unglückliche, von dem ich ebenspreche, war die unbekannte, nur zu berühmte eiserne Maske.*)Die Mutter gebar diesen ihren Erstling in einem entlegenenGartenhause unter den hülfreichen Händen der Beauvaisund belegte schon während der Geburtsschmerzcn das Pfandihrer verbotenen Liebe zu welchem Geschlecht es auch ge-hören möchte, mit dem Fluche der Weihe, inzwischen ihrBuhler Messen für ihre glückliche Entbindung las. DieNothhelferin verbarg das Kind bis in sein sechstes Jahr,nnd so erhielt der heilige Fiacre Aeit genug, sich nach derbequemsten Madonne umzusehen, die den unreinen Thon

» Die Entdeckung, die hier der Reisende schon vor fünf »nd zwanzigJahren in seinem Tagebuche entwickelte, scheint so wenig mehr in Frank-reich bezweifelt zu werden, daß man jeyt sogar das Gemälde jenes ver-larvten Bruders Ludwigs des Vierzehnten in Lebensgröße als Schildeines Kaufladens, in der eue Noquillère zu Paris mir folgender Unter-schrift ausgesiebt geht:

Ou repos des états déplorable victime ,

Le sort courba son front sous trente ans ds revers;

<; e jouet du mallieiir était l'enfant du crime,lt naquit sur le troue et mourut dans les fers.