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hochklvpfenden Herzen arbeiteten wie Gewitterwolken; auchkam ihnen die Natur wie jenen zu Hülfe, und ein Ergußvon Zähren entlud sie des Feuers, das in ihrem Innernloderte. Sie rieselten über den schneeweißen Bart des ehr-würdigen Mönchs, und senkten sich, wie Morgenthau, derwelkende Lilien aufrichtet, sanft auf jede weibliche Brust,die hier in der seligsten Erleichterung an den ängstlichenSchleier andrang. O Eduard, welche Sabbatsfeier! Sobaldsich der Redner gefaßt hatte, ging er in milderem Tone fort:„Sie, würdige gehorsame Tochter, haben nun das Recht er-rungen, sich und den Mann zu belohnen, der Ihr Herzund Ihren Verstand bildete, und, Sie längst unaussprechlichliebend, dennoch Muth genug hatte, sein Geheimniß bis zurAufklärung des Ihrigen — bis zu dem gegenwärtigen festli-chen Augenblicke, dem er zitternd entgegensah, zu bewahren.Sie überwanden Menschenfurcht, weibliche Schüchternheitund trügenden Schein in der großen EntscheidungsstundeIhres Schicksals — nannten den Namen des Erwählten,und indem Sie ihm auf ewig zu entsagen glaubten — o,wie vergilt Ihnen der Gott der Wahrheit den Kampf Ihreredeln Seele! — fesselten Sie den Glücklichen mit Bandenan sich, die weder Zeit noch Ewigkeit zerreißen wird." — Sorührend auch die Herzlichkeit war, in der dem frommenAlten diese Worte entflossen, so ward es doch seine Redenoch mehr, als er sein freundliches Gesicht von der schönenVerlobten ab, unerwartet für uns alle, gegen den Bruder