Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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ihn, Aller Ohren auf seine Worte gerichtet. „Ich sehe Sie,würdige Verwandte der Ewigkeit," entwickelte sich seine rüh-rende Anrede, „durch die irdische Freude des Wiedersehenszu Empfindungen hingerissen, die mit diesem der stillen An-dacht geweihten Orte unverträglich seyn würden, hätte sienicht der letzte Wille einer frommen Gattin und Mutterherbeigerufen, entsündigt und zu Hähern Endzwecken gehei-ligt. Preis und Dank dem Unendlichen, daß ich diesen TropfenZeit noch zu schmecken und dem Verstummen einer Ster-benden noch meine Stimme zu leihen vermag. Ich erkennemit Erstaunen und Demuth, daß selbst die verhallten Puls-schläge eines längst verwesten Herzens in der großen Har-monie der Schöpfung noch forttönen, und die ewige Liebejenes letzte Lallen mütterlicher Zärtlichkeit der Erhörung nochwerth achtet. Möge der helldunkle Glanz dieser Stunde, diedas Stöhnen des Todes mit dem Jubel des Lebens ver-knüpft, sich hienieden, v Fräulein! über alle Ihre Handlungenverbreiten! Möge Ihre irdische Liebe sichi mmer^ wie heute,den Grenzen einer unvergänglichen anschließen — der StromIhrer Tage unter unverwelklichen Blumen verrauschen, undSie einst in die Arme der Verherrlichten überschiffen, dievormals, an dem heutigen, unter den schwersten Qualeneine: Gebärenden, Sie zu dem gegenwärtigen Freudengennßmit Erde und Himmel verband!" Die Begeisterung desGreises, die sich seinen Zuhörern wundersam mittheilte,spannte seine und ihre Kräfte bis zur Erschöpfung. Unsere