Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Quell schimmert, als meine bis jetzt zerstreuten Gedankensich auf Agathen hefteten. Ich überstaunte die holde Gestaltmit einem Feuer, das alle meine Sinne zu verschmelzendrohte, und wie sehnte ich mich, daß nur einer ihrer lieben-den Blicke sich auf mich Armen verirren mochte, die sie einzigihrer Busenfreundin zuschickte.

„Die sinkende Sonne" — riß jetzt der Mönch uns Alleaus unserer süßen Betäubung — „ziehe ihre letzten Strahlenals Krone über dieß große gemeinschaftliche Fest. Fräuleinvon St. Aignan, Herr von St. Sauveur — ich rufe — alsPriester dieses Heiligthums — rufe ich Sie beide Verlobte,und in gleicher Eigenschaft auch Sie auf, Herr von St.Aignan, Prinzessin von Montbaffon, mir an die Stätteunsrer Anbetung des Allsehenden, Unerforschlichen und Gnä-digen zum Empfang der heiligen Weihe Ihrer Verbindungzu folgen. " Er schwieg — ein wehmüthig zärtliches Lächelndurchflog die erröthenden Wangen der Aufgerufenen. Ihrefeuchten Augen, zitternden Hände und gleichgestimmten See-len begegneten sich, und in geschlossener Reihe traten sie demehrwürdigen Priester nach. Und als er nun vor dem Altarestand, beugte er dreimal sein graues Haupt über die gefal-teten Hände, wendete sich darauf in dem Glänze seines Al-ters gegen die frommen, gehorsamen Kinder, sprach in rüh-rendem Ton über jedes Paar das Gebet der Trauung, legteseine beiden Hände auf ihre Stirne und segnete sie. Unddie zur Ehe Geweihten fielen auf ihre Kniee und erhoben