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in sprachloser Andacht ihre Blicke zu der Madonna, demSinnbilde hoher weiblicher Würde, das von dem Schimmerder Abendsonne geröthet auf die Gruppe der Betenden herrlichzurückglänzte. Eine Stufe niedriger waren Klärend Vater undihre Erzieherin, und an der Seite Agathens auch ich nieder-gefallen. Mein stilles Gebet schwebte in seliger Seelen-vereinigung mit dem ihrigen empor. Ich erhob, wie sie, —v Eduard, wie würde ich mich gestern zu Cvtignac dessengeschämt haben — Augen und Hände zu der unbeflecktenJungfrau, und hoffte unter heißen Thränen — nenne esVerirrung, nenne es Schwäche meines Verstandes — aberhingerissen von unwiderstehlichen Empfindungen hoffte ich ihreFürbitte bei Gott für den Besitz des lieben Kindes nebenmir zu erflehen, dessen schmachtende Augen, in Betrachtungvertieft, der Seelengröße nachzufeuern schienen, die Guidoseinem göttlichen Ideal angeprägt hatte. Freude und Wünscheumrauschten die Vermählten, als sie von den Stufen desAltars Herabstiegen, und ach! ich wähnte die Umarmungzweier Verklärten zu sehen, als Agathe Klaren an ihre Brustdrückte. Der Mönch, nach einigen leisen Worten mit demVater, grüßte uns Alle und entfernte sich. Der Kirchneröffnete eine Scitenthür der Kapelle. Eine Wendeltreppeleitete uns nach einem gewölbten Gange, in welchen wirPaar für Paar eintraten. Zu einer andern Aeit würden seinegothischen Fenster von farbigem Glas meine volle Aufmerksam-keit angezogen haben; aber ich führte Agathen, und wäre der