Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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erhörten Wünsche deiner sterbenden Mutter — der Auftragdes redlichen Mönchs — nur meine Liebe, meine langgenährteunaussprechliche Liebe waren es nicht. Was du als verlorendahingabst, ist dein Eigenthum geworden. Nur für denEinklang, für den Austausch unsrer Herzen habe ich diesenFelsen gehöhlt, und der erste Segen Gottes, der in dieserHalle von seinem Diener gesprochen wurde, fiel auf deinHaupt. Unter allen Altären zur Ehre Gottes, wo in derweiten Welt wurde ihm, als in dieser Kluft, einer errichtet,der seiner würdiger wäre? wo ist je einer geschmückter ge-wesen, als dieser durch die Blüthen deines kindlich-gehor-samen, frommen und edlen Herzens? Ewigen Dank, theuresWeib, für das Wort der Liebe und Weihe, das ihm entquoll.Es müsse mich einst vor dem Throne Gottes verklagen,wenn ich je deö Wohlklangs vergessen könnte, mit dem esan das meinige anschlug. Ich habe dich errungen. Kannich wohl seliger werden?"-Unter welcher zarten weib-

lichen Erschütternng folgte nicht das holde Mädchen demStrome dieser Worte! Nur Seufzer der innigsten Freudeunterbrachen seine Rede nnd heilige Thränen belohnten dengeliebten Schwärmer. Seine Seele brauchte Erholung. Sieruhte aus auf der Höhe ihres Entzückens, dann stieg sieerleichtert, sanft und freundlich zu dem niedern Zirkel her-unter, der im Stillen ihrem Auffluge nachblickte. „Vergibmir," wendete er sich zuerst an Agathen, „die lange Angst,der ich dich am Eingänge eines ewigen Kerkers aussetzte.