Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Tod von den Lippen seiner Geliebten erwartete. Daherärgerte ich mich ganz umsonst über die zweideutige Voraus-setzung des Dominikaners in Ansehung deS Schenkungsbriefes.Die entlassene Novice wagte nichts, ihn zu bestätigen; denner lag ja in den Domaine» ihres Bräutigams und konntenun nicht mehr in unrechte Hände fallen. Und ach! wiemanche andere Dinge, die ich heute Morgen ganz der Querenahm, setzte mir diese nächtliche Unterhaltung erst ins Klare.Doch, ich habe dir noch lange nicht die Geistesgröße diesesseltenen Mönchs in ihrem ganzen Umfange dargelegt. Nachdem Tode seiner schwärmerischen Freundin widmete er alleseine Sorgfalt der verwaisten Tochter, deren gutes oderböses Schicksal in seinen Händen lag. Er sah die Rettungaus der Gefahr, die ihre Zukunft bedrohte, als den Zweckseines Daseyns an. Aber welch ein Mann! rufe ich mit derhöchsten Bewunderung aus, der sich durch den langen Zeit-raum, der sein Ziel verbarg, so geschickt zu winden wußte,daß der Preis seiner Anstrengung nicht verloren ging, — derso viele Menschenkenntniß besaß, um die Kräfte der verschie-denen Federn so zu berechnen und zu spannen, daß sie diebeabsichtigte Wirkung hervorbrachten — der bei den Schwie-rigkeiten, die ihm entgegen traten, nie in der Wahl derHülfsmittel fehl griff —und Herzen in Flammen sogar, mitsolcher Behutsamkeit zu lenken verstand, daß sie, ohne seineAbsicht zu ahne'', den glücklichen Ausgang seines geheimenSpiels befördern mußten. Daß er dieses alles in seiner