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ich Post nach Montpellier nehmen wollte, um die Sache durchmeine eigene Gegenwart ins rechte Gleis zu bringen. Dermenschenfteundliche Mann war selbst zu betroffen, zwei Un-schuldige, meiner Thorheit wegen, in der Todesangst schwitzenzu sehen, und kannte die Geschwindigkeit der französischen Justizviel zu gut, als daß ihm sein Gewissen erlaubt hätte, michaufzuhalten. „Willst du nicht wenigstens vorher in unsererGesellschaft frühstücken?" fragte er zuletzt. „In Eurer vor-trefflichen Gesellschaft?" jammerte ich; „ach, erinnere michnicht daran, was ich Alles hier verliere — wo sollte mir dieEßlust herkommen? Muß ich nicht eilen, um fortzukommen,da es die Ruhe und das Leben zweier schuldlosen Menschengilt?" Hierauf ließ sich nichts erwiedern. Er bestellte sogleichdie Pferde und wünschte nur, daß meine Reise glücklich seynund ich bald von Montpellier zurückkommen mochte. —„Freund," fiel ich ihm ernst ins Wort, „alle die frohenTage, um die ich mich bringe, sind mir eine harte — alwrwohlverdiente Strafe. Sey gerecht und suche sie nicht zumäßigen! Von Montpellier habe ich fast eben so weit nachdeiner Burg als zu der deutschen Gränze. Laß mich alsoimmer den Weg, auf den mich meine einfältigen Streichegebracht haben, nach der Heimath fortsetzen! Aber höre noch,was dir mein Herz vorzutragen hat — die Zeit ist edel, unies mit Umschweifen zu thun. Versprich mir, lieber Saint-Sauveur" — und ich flog ihm an den Hals — „daß duAgathen für mich aufheben willst — und gewiß umarme ich