Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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durch ihr Beispiel verdorben, durch ihre Lehren zur Ver-schwendung seiner Iugendkräfte, zum Mißbrauche seinesguten Verstandes gereizt und in dies Elend gebracht hat —eine Geschichte von gewöhnlichem Ursprung und entsetzlichemAusgange.

„Sein Vater — ein reicher Banquier — sonst höchst be-hutsam in seinen Unternehmungen — war es nur nicht inder Wahl seiner Gattin. Er blickte aus seinem Komtoir indie junge weibliche Welt, wie in ein Waarenlager, undsuchte sich das Mädchen ans, das einstimmig unter denKennern für die Reizendste erklärt wurde. Stolz führte ersie bald als sein Eigenthum durch die Reihe ihrer Anbeter,glaubte ein unschätzbares Kleinod erhandelt zu haben, ohnezu bedenken, daß es keins in der Ehe gibt, wenn es sichnicht selbst zu schätzen weiß. Das wußte seine junge Frauso wenig, wie der Diamant des großen Moguls — und Er— wenn er nur seine Gcldkasten unter dem Schlüssel hatte,glaubte Alles in seinem Hause verschlossen. Während er ge-krümmt an seinem Schreibetische saß, hatte er kein Arges über dieBalle, Redvuten und Opern, wo sein Edelstein glänzte. Eifri-ger konnte er aber kaum sein Wechfelgeschäfte treiben, alssie das ihrige. Sie hätte sogar den Vortheil gehabt, eSlänger fortzusetzen, als er, da ihn ein schneller Tod von derSeite seiner schönen Hälfte wegnahm, und nun das Ganzeihren Liebhabern überlassen blieb, wenn nur nicht nach undnach neben ihrer Wechselbank andere mit mehrerem Kredit