Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Maler, Bildhauer und Dichter? und was kann das Vater-land darauf antworten?" — „Was es darauf antwortenkann?" erfaßte ich seine Frage, über ihren anmaßlichen Tonein wenig aufgebracht. „Je nun, die Patrioten.kehren dieAnklage um, und richten sie wider alle diese verkann-ten Herren selbst. Wenn wir Euch, sagen sie, als Künstlervernachlässigen, so würden wir Euch als Handwerker allemögliche Gerechtigkeit angedeihen lassen. Ihr überlegt nicht,daß der Staat, der Euch nähren soll, der arbeitsamen Händeweit bcnvthigter ist, als der gefälligen Künste. Unsre stei-nigen Aecker, verfallenen Wege, elenden Hütten undzerrissenen Schuhe wollen nicht gemalt, besungen, beschriebenund in Kupfer -gestochen, sondern gepflügt, gepflastert, ge-baut und besohlt seyn. Wir lassen Euch darben, weil Euregöttlichen Talente uns unbrauchbar sind." „Hoffentlich," fielmir der alte Kanz mit großen Augen in die Rede, „ist dasweder der Fall bei mir, noch bei vielen andern. Correg-gio... " „Halt, Freund," trat ich ihm in den Weg —„Auch er hat, nach ihrer Meinung, für die Zeit, in der erlebte, keine kluge Wendung genommen. Hätte er, sagen sie,von jenen fühllosen Mönchen, die seine unsterbliche Nachtnicht besser als eine gemeine Tapete von Wachstuch bezahl-ten, ein Tafelgut in Pacht genommen, sein Name würdefreilich so vergessen, als der ihrige, aber seine Thränenwürden schon bei seinen Lebzeiten vertrocknet und sein Elendnicht auch auf seine Frau und Kinder übergegangen seyn. —