Band 
[Fünfter und sechster Band.]
Seite
57
JPEG-Download
 

57

daß seine Sittlichkeit, hier und da, wohl noch schimpflichereNiederlagen erlitten habe, als die meine, so weiß ich ihn mitkeinem bessern und brüderlicher» Rath zu entlassen, als —er schlage den Weg ein, auf den mein hölzerner Arm hin-weist — den Weg der Reue, wo er auch mich mit meinemWanderstabe finden wird....

„Das sind faule Fische," war das erste Wort, das ichhörte, als ich mit meinem Selbstgespräche vor dem Posthauseabtrat. Ich stutzte, bis ich sahe, daß es nur einer Höckeringalt, die der Hausknecht trotz der Versicherung, daß die Sar-dellen frisch wären, abwies. Wenn es nun aber ein Phi-losoph gewesen wäre, befragte ich mich, der dir mit diesementscheidenden Urtheile in den Korb geguckt hätte? was wür-dest du ihm haben antworten können? Ein Glück für ihn,daß ich wieder auf eigenen Füßen stand und alles Hochtra-bende in der Chaise zurückgelassen hatte: — denn nun wardmir die Sache erst selbst klarer. — „Nicht ganz getroffen!"erwiederte ich ihm. „Faule Fische, sagen Sie? Nein, meinHerr, es sind gar keine — sind nichts, als gute ehrlicheFrösche, die ich zum Zeitvertreib mit der Angelruthe in demnächsten Tümpel gefangen habe, um Versuche, die zu sehrwichtigen Resultaten leiten können, über die Reizbarkeitder Nerven anzustellen. Ich mache mir zuweilen den Spaß,während Euer Ehrwürden den Ungeheuern des Oceans Wurf-spieße entgegen schleudern, ohne, daß ich wüßte, eins nochgetroffen oder getödtct zu haben. Meine Frösche können