Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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führen ließ, in die man, wie du wohl wissen wirst, nichtanders, als zu Fuße oder in Sausten kommen kann. — ArmerAutor! Gott gebe dir Glück zu deinen Studien, denen steilichdie meinigen nicht das Wasser reichen! Ueber deine jungeFrau könnte ich dir zwar wohl wichtige Beiträge liefern —aber, ob sie es gleich nicht um mich verdient hat, würde ichmich doch schämen, weniger edel zu handeln, als Herr Ducli-quet, der Propst und der getaufte Jude.

Montpellier ist bei allen feinen unläugbaren Vorzügendoch eine sonderbar ängstliche Stadt, lieber Eduard. — Gassen,die so schmal sind, daß die Inwohner der gegenüberstehendenhohen Häuser einander die Hände reichen können, und einLiebhaber, der so gute Gelegenheit hat, seiner Schönen denTag über in die Fenster zu sehen, nichts weiter als ein Bretbraucht, um des Abends einzusteigen. Wenn die Hitze zu-nimmt, spannt man, aus Furcht vor dem Sonnenstich, Tücherüber sie her. Dann sieht jede ohnehin wie ein Himmelbetteaus, und kann füglich dazu benutzt werden. Die Schilderder Wirthshäuser sind alle aus der Botanik genommen. —Da hört man von keinem römischen Kaiser oder Kurfürsten,wie in Frankfurt und andern deutschen Städten, sondern nurNamen aus dem Linnse. Ich fragte nach dem besten. MeinLolmlaquai nannte mir die Rhabarber-Pflanze und die China-wurzel. — Ich wählte das Letztere und hatte eS nicht bessertreffen können; denn an der Hausthüre lehnte ein Bedienter,dessen mir nur allzubekannte Livree mich sogleich verständigte,

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