Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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eine liebenswürdige Braut mit Sehnsucht erwartet, umso viel mehr, da mein letzter Brief ihr den Tag meiner An-kunft bestimmt, und sie gebeten hat, mir auf ein Gut ihrerTante sechs Meilen weit entgegenzukommen. Die Acngstlich-keit, mit der sie mir sonach entgegensehen muß, beklemmtmich nicht wenig." — Brauche ich dir, lieber Eduard, wohldie Stellen in dieser Erzählung anzustreichen, die mir einenStich nach dem andern ins Herz gaben. Ich erduldete sieohne Murren, als eine gerechte Züchtigung meines unver-antwortlichen Leichtsinns. Kleinmüthig zog ich das anver-traute Gut aus der Tasche, aber wie ich es dem Eigenthümereinhändigte, brachten mich die Borklagen, die ich beifügenwollte, in eine neue Verlegenheit. Auch diese schlug er sofortals ein Mann von Welt nieder. Er öffnete die Schreibtafel,besah mit wahren Kenneraugen Klärchens Bild und überlaslächelnd mein Epigramm auf der Hinterseite. Die Gelegen-heit war zu gut, um ihm nicht die Veränderung bekannt zumachen, die seitdem mit dem Original vorgegangen ftp, unddurch welches Ungefähr ich heute ihr Gefolg verstärkt hätte.„Nur heute? das ist glücklich!" sagte er ein wenig ironisch,(vermuthlich hat der Pro- und Epilogus eins und das anderezu Protokoll gegeben, was er Anstand nahm, mir gerade indaö Gesicht zu sagen.) „Also an Lord Baltimore verhei-rathet? Nun, da ist sie in den rechten Händen," schlug er einlautes Lachen auf, „ich kenne den alten Schwärmer und seineabgeschmackten Versuche für einen Tert, über den unser kluges