Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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angenehmen Nuhepunkt verschaffen, als das freundlichste Ge-sicht einer Dorfnymphe, und Lady Baltimore in ihrer schönenNacktheit, >vo mich jeder Pinselstrich an das Original erinnert,besser noch als jene Göttin, der man außer ihrem Reiz auchnicht viel Gutes nachsagen kann. Da Sie Klärchen, wie ichgehört habe, persönlich kennen, müssen Sie nicht eingestehen,mein Herr, daß ihr Anblick minder noch wollüstige Begierdenerweckt, als edle und erhabene Gedanken, die nur durch dieUngestalt der Seele zurückgestoßen werden, die den herrlichenBau, wie die Kröte einen Tempel, bewohnt. Haben Siewohl je Nevisans Gedichte und die dreißig Bedingungen ge-lesen, die er zu einer vollkommenen Schönheit fordert?" —„Ja," antwortete ich, „ich habe diese Stelle erst kürzlich füreinen meiner Freunde abgeschrieben." — „Und ich," erwie-derte der Baron, „habe noch mehr gethan — habe sie, dasBuch in- der Hand, durch Klärchens Vermittelung mit derNatur selbst — jedes rohe Wort des Dichters mit dem feinenReiz verglichen, den es anzeigt — sie alle an dem schönenMädchen beisammen, aber durch das lebendige Kolorit,durch die Abstufung des Schattens und Lichts, durch dieSchlangenlinien, die sie vereinigen, ungleich anziehender,und hier den Ausdruck der Natur unendlich poetischer gefun-den, als den Dichter. Hauchen Sie nun einer so sinnlichvollkommnen Gestalt Selbstschätzung und Tugend ein, undSie haben das anbetungswürdigste Ideal weiblicher Schön-heit und Würde. Ich will Ihnen aus meinem Portefeuille