Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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ein Blatt holen, worauf ich die Physiognomie dieses Mäd-chens nach verschiedenen Ansichten, als Nonne, Heilige,Betende, Entzückte und als ein Engel geätzt habe. Wäredie Zeichnung — wie sie es freilich nicht ist — von einerMeisterhand — von der Hand eines Raphaël oder Battoni,Sie würden nicht läugnen können, daß dieses zur Venus sogeschickte Modell unter allen Gestalten denselben Eindruckmachen würde. Was kann uns aber einen höher« Begriffvon der Allgewalt der Unschuld und Tugend auf das mensch-liche Herz geben, als daß es selbst in seiner Verdorbenheitdurch nichts so stark als durch eine Bildung angezogen wird,in welcher die Anlagen dazu gezeichnet sind, und selbst diegrößte Verführerin, wenn sie am unwiderstehlichsten zu ver-locken trachtet, wider Willen zu dieser Maske ihre Zufluchtnehmen muß."

Während der Baron in seinem Zimmer die edeln Ge-sichtszüge der jetzigen Lady Baltimore aufsuchte, kam seinBursche mit der Nachricht zurück, daß meine ehemaligen Be-dienten . . . Nein — fuhr es mir so wüthend durch denKopf, daß ich vom Stuhle aufsprang, ohne weiter auf ihnzu hören — der Prvlogus, der ihr als Teufel erschien —der Epilvgus, in dessen Bette sie flüchtete — die beidenGrenadiere, die sie mir boshafter Weise in Avignon vor dieThür stellte — die armen Unglücklichen, die in Ketten lagen,während der Propst sie in iniegrum restituirte — Ducliquetsie einsegnete — diese Unschuldigen sind es, die in derselben