Band 
[Fünfter und sechster Band.]
Seite
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Nacht erfroren aus einem feuchten Kerker kriechen, inder, wenig Schritte von ihnen, jener Sünderin alle Freu-den der Natur zu Befehl stehen, und ein Lord in schwär-mender Andacht den unhekligen Busen küßt, an den vonEwigkeit her das böse Schicksal zweier gutmüthiger Puppen-spieler gebunden war! Diese Betrachtungen jagten mich dieStube auf und ab, und ich konnte mich nicht eher wiederfassen, bis der Baron hereintrat und nun — der Bedienteseinem Herrn viele Grüße von dem Kriminal-Gerichts-Prä-sidenten ausrichtete und die frohe Nachricht wiederholte, daßdie beiden Brüder und ihre Gesellschafterin des Gefängnissesentlassen wären. Wir wünschten gegenseitig zum Ausgangedieses verworrenen Handels einander Glück, setzten uns zu-sammen an einen Tisch, und fingen nun an nach allen RegelnLavaters gemeinschaftlich die schönen, offenen, unschuldigenund rührenden Liniamente zu entwickeln, hinter welche dieMutter Natur ein so häßliches, heuchlerisches, freches undverbuhltes Herz verborgen hatte, als Herr Ducliquet zu sei-ner Bearbeitung nur eins verlangen konnte. Ich lege dirzwei von den radirten Eremplaren bei, die mir der Verfer-tkger zum Vertheilen unter meine Freunde verehrt hat.Ewig Schade, daß meine geheime Nachrichten von ihr in derAsche liegen! — Wie würden sie nicht den Kupferstich unter-stützt haben! Indeß ist es doch gut, daß ich allen denen,die etwa von meinen Thorheiten hören sollten — (denn wasverschwatzt sich nicht!) diese betrügende Physiognomie vorhalten