Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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es auf den drei freien Seiten des Doms, gleich der Quelle,die ein Monarch von dem ihm zugeflossenen Reichthum wohl-thätig unter sein Volk verlaufen läßt, in ein noch größeresBecken herab, von da es durch verborgene Rohren in dieStadt geleitet wird. Ich saß so stolz in dieser Rotunde, wieein Flußgott unter seinen Nymphen, hörte ihr Plätschern,nahm freundlich die Kühle auf, die sie niir zufächelten, undwürde meine Augen an dem erstaunlich prächtigen Anblickder Wasserleitung, die vor mir lag, auf das Entzückendstegeweidet haben, wenn dieß herrliche Werk, nach einem ge-raden Lauf von einer Viertelstunde, nicht den Fortgang desüberhingleitenden Blicks durch eine schiefe Wendung unter-bräche. Wie empörte sich aber erst mein Herz, als mir meinFührer erzählte, daß diese Krümme durch die schiefe Dcukungs-art eines der landschaftlichen Deputirten entstanden sey,denen dieser kostbare Bau war übertragen worden. Er besaßauf dem Wege, den der Bogengang durchschneiden sollte,einen Oel- und Weingarten, an dem seine niedrige Seeleso fest hing, daß er die Rechte des Eigenthums auf das Un-verantwortlichste mißbrauchte, und es durch seinen Einflußin den Berathschlagungen dahin zu leiten wußte, dieß Denk-mal einer großen Nation, deren unwürdiges Mitglied er ist,auf immer zu verunstalten. Als ich mich genug ausgelüftethatte, ließ ich mich durch die brennende Sonne nicht ab-schrecken, über die hohen Arkaden, zwischen den reizendstenAussichten auf beiden Seiten, bis an den Garten dieses